Bauen & Wohnen

Stuttgarter Büro gewinnt städtebaulichen Wettbewerb

Der städtebauliche Wettbewerb zur Entwicklung des Matthäikirchhofs in Leipzig ist entschieden: Das Stuttgarter Büro Riehle Koeth GmbH & Co. KG und Levin Monsigny Landschaftsarchitekten aus Berlin wurden als Sieger des Wettbewerbs bekannt gegeben. Die Entscheidung wurde vom Baubürgermeister Thomas Dienberg nach einer rund zehnstündigen Sitzung des Preisgerichts verkündet. Der Entwurf aus Stuttgart erhielt die Zustimmung des Preisgerichts mit großer Mehrheit.

Der Siegerentwurf sieht vor, einen Teil des ehemaligen Stasi-Gebäudes zu erhalten, um das künftige „Forum für Freiheit und Bürgerrechte/Demokratiecampus“ (Arbeitstitel) zu schaffen, das auch einen Teil des Stasiunterlagen-Archivs umfassen soll. Zudem wird über einen grünen Quartiersplatz ein offener und einladender Zugang vom Wagner-Denkmal am Ring geschaffen. Insgesamt wurden 66 Arbeiten eingereicht, von denen neun in die engere Auswahl kamen.

Die Verwaltung wird nun die Konzepte zur weiteren Umsetzung des Siegerentwurfs erarbeiten, wobei Gutachten zu Umweltbelangen und der verkehrlichen Erschließung des Areals erstellt werden müssen. Auch mögliche Zwischennutzungen des Geländes werden diskutiert. Das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ fördert das Vorhaben und den Beteiligungsprozess. Ein Architekturwettbewerb für das künftige Forum soll möglichst noch in diesem Jahr ausgelobt werden.

Eine Ausstellung mit allen eingereichten Arbeiten wird ab dem 29. Februar 2024 öffentlich zu sehen sein. Interessierte können zudem weitere Informationen und einen Hörspaziergang zur Geschichte des Ortes online unter www.leipzig.de/matthaeikirchhof finden.

Das Matthäikirchhof-Areal hat eine reiche historische Bedeutung in Leipzig, da es eng mit der Zeit der DDR und der Geschichte der Stasi verbunden ist. Die Entwicklung des Geländes und die Schaffung des „Forum für Freiheit und Bürgerrechte/Demokratiecampus“ werden daher von lokalem Interesse sein und einen bedeutenden Beitrag zur Erinnerung und Aufarbeitung der deutschen Geschichte leisten.

Tabelle:

Unternehmen/Architekten Riehle Koeth GmbH & Co. KG und Levin Monsigny Landschaftsarchitekten

Die Entscheidung des städtebaulichen Wettbewerbs zur Entwicklung des Matthäikirchhofs in Leipzig ist ein bedeutender Schritt für die zukünftige Gestaltung des Areals und wird voraussichtlich von großem lokalen Interesse sein. Der Siegerentwurf betont die Erhaltung eines Teils des ehemaligen Stasi-Gebäudes für das geplante „Forum für Freiheit und Bürgerrechte/Demokratiecampus“ und wird nun weiter umgesetzt.



Quelle: www.leipzig.de

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