Allgemein

Leipziger Theatergruppe kehrt aus Israel zurück: Ausreise geglückt trotz Krieg im Nahen Osten

Ausreise geglückt: Leipziger Theatergruppe kehrt aus Israel zurück

Die 15 Jugendlichen des Leipziger Theatervereins K und ihre Betreuer konnten das Kriegsgebiet verlassen. Nach Hause kommen sie aus Israel zwei Tage später als geplant – und nur auf Umwegen.

Leipzig. Seit Tagen sind die Familien einer Leipziger Theatergruppe in großer Sorge um ihre Kinder, die kurz vor Ende ihres zehntägigen Israel-Besuchs vom Kriegsausbruch im Nahen Osten überrascht wurden. Nun hat das Bangen ein Ende: Voraussichtlich an diesem Mittwoch werden sie wieder zu Hause in Leipzig erwartet.

Am Dienstag konnten die 15 Jugendlichen des Theatervereins K und ihre Betreuer nach Zypern ausgeflogen werden. Mit Unterstützung durch die Stadt Leipzig und Vertreter des Städtepartnerschaftsvereins Leipzig-Herzliya war es israelischen Partnern gelungen, die Gruppe kurzfristig auf andere Flüge zu buchen. Ihr ursprünglich für Montag geplanter Rückflug nach Berlin war aufgrund des Angriffs der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel annulliert worden. Seitdem hatten die meisten internationalen Airlines ihre Verbindungen nach Tel Aviv aus Sicherheitsgründen eingestellt. Unzählige Menschen aus aller Welt sitzen dadurch in Israel fest und warten darauf, das Kriegsgebiet verlassen zu können.

Auf Umwegen über Larnaca und Prag in die Heimat

Ein Teil der Leipziger, die an einem Theaterprojekt mit der Schule Kfar Yarok (Grünes Dorf) in Ramat HaSharon in Israel teilgenommen hatten, war am Dienstagnachmittag in Larnaca eingetroffen. Die anderen waren auf einen späteren Flug am Abend gebucht, teilte Rathaussprecher Matthias Hasberg mit. Nach LVZ-Informationen hatte sich die Israelitische Religionsgemeinde in Leipzig mit der jüdischen Gemeinde in Larnaca in Verbindung gesetzt, deren Vertreter die Jugendlichen am Flughafen der zypriotischen Hauptstadt in Empfang nehmen wollten. Am Mittwoch soll die Gruppe in die tschechische Hauptstadt Prag weiterfliegen, von wo aus sie dann die letzte Etappe ihrer Heimreise nach Leipzig antritt.

Mittlerweile haben sich vier weitere Familien bei der Leipziger Stadtverwaltung gemeldet, die ebenfalls in Israel festsitzen und das Land wegen der unsicheren Lage verlassen wollen. Auch für sie suche man nach einer Lösung, hieß es im Rathaus.

Quelle: LVZ

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"