LWB startet seriellen Wohnungsbau: 121 Seniorenwohnungen für Leipzig!

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Die LWB startet in Leipzigs Zentrum-Ost den Bau von 121 barrierefreien Seniorenwohnungen bis 2027 – eine Lösung für Wohnraummangel.

Die LWB startet in Leipzigs Zentrum-Ost den Bau von 121 barrierefreien Seniorenwohnungen bis 2027 – eine Lösung für Wohnraummangel.
Die LWB startet in Leipzigs Zentrum-Ost den Bau von 121 barrierefreien Seniorenwohnungen bis 2027 – eine Lösung für Wohnraummangel.

LWB startet seriellen Wohnungsbau: 121 Seniorenwohnungen für Leipzig!

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) hat einen entscheidenden Schritt unternommen, um dem wachsenden Bedarf an Wohnraum in der Region zu begegnen. Anfang dieser Woche begannen die Erdarbeiten für den ersten seriellen Wohnungsbau in der Essener Straße 67/69 im Stadtteil Mockau. Der Bau soll bis 2027 insgesamt 121 geförderte Wohnungen für Senioren bereitstellen. Durch diese Maßnahme gehört die LWB zu den Vorreitern in Deutschland, die mit einem Projekt aus der Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“ des GdW (Spitzenverband der Wohnungswirtschaft) gestartet sind, wie leipziginfo.de berichtet.

Besonders hervorzuheben ist, dass das Erdgeschoss für soziale Dienstleister konzipiert wird. Angefragt sind Einrichtungen wie Tagespflege, Physiotherapie und Arztpraxen. Alle Wohnungen im neuen Bauvorhaben sind barrierefrei und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse; neun der Wohnungen sind speziell rollstuhlgerecht gestaltet. Geplant sind zusätzlich ein grüner Innenhof, Fassadenbegrünung, ein Gründach und eine Photovoltaikanlage, um den ökologischen Fußabdruck des Projekts zu minimieren.

Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit

Der Einsatz der Holz-Hybrid-Bauweise sowie die U-Form des Gebäudes mit einem geschützten Innenhof zeugen von einem modernen und nachhaltigen Ansatz im Wohnungsbau. Die Ed. Züblin AG wurde als Auftragnehmer für dieses innovative Projekt ausgewählt. Die LWB plant darüber hinaus drei weitere serielle Wohnungsneubauprojekte, die 2026 in der Plovdiver Straße, der Grünauer Allee und der Brambacher Straße beginnen sollen. Die Ausschreibungen für diese Projekte sind bereits im Gange.

Die neue Rahmenvereinbarung 2.0 des GdW, die gdw.de in detail beschreibt, soll maßgeblich zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Deutschland beitragen. Diese Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Mangel an Mietwohnungen sowie die konstanten Mietsteigerungen die Wohnsituation in vielen Großstädten verschärfen. Der Staat hatte ursprünglich jährlich den Bau von 400.000 Wohnungen angestrebt, hat dieses Ziel jedoch aufgrund der aktuellen Situation nach unten korrigiert. Serielle Wohnbauten sollen hier als Teil der Lösung fungieren.

Langfristige Strategien für bezahlbaren Wohnraum

Das Ziel der GdW-Initiative ist es, nachhaltige Bautypen mit einem kleinen Carbon Footprint zu fördern. Die innovative Türöffnerfunktion dieser Rahmenvereinbarung sieht vor, dass Preissicherheit gewährleistet ist, da die Baukosten bei etwa der Hälfte der Angebote unter dem Medianwert von 3.200 Euro pro Quadratmeter liegen. Die angebotenen Konditionen reichen dabei von 2.370 bis 4.370 Euro pro Quadratmeter.

Die Wichtigkeit von nachhaltigem Bauen wird auch in dem Forschungsprojekt „Bezahlbares und zukunftsfähiges Bauen und Wohnen“ hervorgehoben. Dieser Handlungsleitfaden, der aus 42 Modellvorhaben entwickelt wurde, wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung wissenschaftlich begleitet. Die zentralen Grundsätze komplexer Bauvorhaben beinhalten die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung, die auf die vielfältigen Ansprüche der Bewohner ausgerichtet ist, sowie den Einsatz moderner serielle und modulare Bauweisen. Weitere Details dazu können im Bericht auf bbsr.bund.de nachgelesen werden.

Insgesamt plant die LWB im Jahr 2026 den Neubau von etwa 480 Wohnungen, während aktuell bereits 323 Wohnungen im Bau sind. Damit werden im kommenden Jahr über 800 neue LWB-Wohnungen in der Stadt Leipzig entstehen. Dieser Prozess unterstreicht die dringende Notwendigkeit, nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen, der den zukünftigen Ansprüchen der Bewohner gerecht wird.