Leipzigs neuer Umweltforschungsbau: 41 Millionen für unsere Zukunft!
Neues Laborgebäude für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig eröffnet am 26.11.2025, um Umwelttechnologien zu fördern.

Leipzigs neuer Umweltforschungsbau: 41 Millionen für unsere Zukunft!
In Leipzig entsteht ein neuer Labor- und Bürokomplex des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der am 26. November 2025 feierlich eingeweiht wird. Das Projekt, das mit Kosten von 41 Millionen Euro veranschlagt ist, stellt einen bedeutenden Schritt in der Erforschung von Umwelttechnologien dar. Der neue Komplex soll Forschung zu bakteriellen Wasserstoffgeneratoren und ökologischen Risiken intensivieren und bietet Platz für rund 170 Mitarbeiter.
Die Einweihung wird in Anwesenheit des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer sowie weiteren Gästen stattfinden. Geplant ist auch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Umwelt- und Klimaschutz als Motor wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung“. Dies unterstreicht die Rolle des UFZ als eines der weltweit führenden Zentren für Umweltforschung und dessen Mission, die Folgen menschlichen Handelns auf die Umwelt zu untersuchen. Laut Oiger wurde das UFZ ursprünglich nach der Wende gegründet und hat sich seit seiner Gründung im Dezember 1991 stark weiterentwickelt.
Umfang und Baufortschritt
Mit einer Gesamtfläche von rund 4600 Quadratmetern umfasst der Neubau 80 Büros, 52 Labore, Reinräume sowie einen Vortragsraum für bis zu 100 Personen. Die Forschungsfelder im neuen Gebäude beinhalten Themen wie Chemikalien in der Umwelt, Umwelt- und Biotechnologie sowie Risikoanalysen. Ursprünglich für 2017 geplant, wurde der Baustart im Sommer 2019 vollzogen und die Fertigstellung des Komplexes war für Mitte 2024 vorgesehen.
Die Baukubatur besteht aus einem Flachbau und einem bis zu 35 Meter hohen Hochhaus, das sowohl Büro- als auch Laborräume bieten wird. Der Neubau ist ein Zeichen für den gestiegenen Forschungsbedarf und die Ambitionen des UFZ, in den Bereichen Umweltforschung und nachhaltige Technologien weitere Pionierarbeit zu leisten.
Kollaboration und Forschungsschwerpunkte
Das UFZ legt großen Wert auf nationale und internationale Kooperationen, insbesondere in Europa. Ziel ist es, die Wirkung der Forschung zu maximieren und aktive Mitgestalter von wissenschaftlichen Netzwerken zu sein, wie etwa der Europäischen Forschungspartnerschaft PARC und dem Science-Policy Interface NORMAN. Dies zeigt die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, wie dem Umweltbundesamt und der US-amerikanischen Umweltbehörde (EPA), um eine giftfreie Umwelt zu schaffen, die gesunde Menschen in einer gesunden Umwelt schützt.
Die Forschung am UFZ deckt eine breite Palette von Disziplinen ab, einschließlich Systemtoxikologie, Zelltoxikologie, und Molekularer Systembiologie, was die Bedeutung interdisziplinärer Arbeit verdeutlicht. Diese Expertise macht das UFZ zu einem gefragten Partner für Wissenschaft und Industrie.
In diesem Kontext ist das Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) an der Universität Bremen ein weiteres Beispiel für die Förderung Nachhaltigkeit. Mit über 100 Mitarbeitern und einer Kombination aus Biologie, Chemie und Ingenieurwissenschaften setzt das UFT auf interdisziplinäre Ansätze, um umweltfreundliche Technologien zu entwickeln.
Insgesamt zeigt sich, dass Leipzig und seine Forschungseinrichtungen, darunter das UFZ, eine Schlüsselrolle im Bereich der Umweltwissenschaften spielen, um künftige Herausforderungen im Umwelt- und Klimaschutz zu bewältigen.