Dreiste Gauner sprengen Leipziger Briefkästen: Wo bleibt die Post?
In Mölkau wurden Briefkästen mit explosiven Mitteln gesprengt, Anwohner sind empört. Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Dreiste Gauner sprengen Leipziger Briefkästen: Wo bleibt die Post?
In den vergangenen Tagen sorgten mehrere Sprengungen von Briefkästen in Leipzig für Aufregung und Empörung unter den Anwohnern. Die Vorfälle trugen sich in den Ortsteilen Holzhausen und Mölkau zu, wo mit brachialer Gewalt vier Briefkästen zerstört wurden. Die ersten Berichte über die Sachbeschädigungen stammen von den Anwohnern, die laute Explosionen hörten, die sich anhörten wie Schüsse. Laut tag24.de geschahen die Taten Anfang dieser Woche, wobei der Briefkasten in der Gottschalk-/Albrechtshainer Straße in Mölkau am 20. Oktober mutmaßlich zerstört wurde und um 8:10 Uhr am 21. Oktober bei der Polizei angezeigt wurde. Der zweite Vorfall in Holzhausen wurde am darauffolgenden Tag gemeldet.
Die Zerstörung der Briefkästen hat ernste Fragen über die Sicherheit und das Postsystem in diesen Stadtteilen aufgeworfen. Der Briefkasten in Mölkau wurde mit einem rot-weißen Polizeiband gesichert, während der Briefkasten in Holzhausen im Gebüsch lag. Anwohner:innen berichteten von ihrer Empörung über die „sinnlosen und erschreckenden“ Vorfälle. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, was mit den Briefen und anderen Inhalten aus den zerstörten Kästen geschehen ist. Zudem gab die Deutsche Post AG an, dass bislang kein Ersatz für die beschädigten Briefkästen organisiert wurde.
Ermittlung und Reaktionen
Die Polizei hat mittlerweile Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen, jedoch fehlen bislang konkrete Hinweise auf die Täter. Die Ermittler sind auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen, um Licht ins Dunkel der Vorfälle zu bringen. Währenddessen fiel Anwohnern in Holzhausen auf, dass der Verlust des Briefkastens auch nicht von den Postangestellten bemerkt worden sein konnte, da die tägliche Leerung um 9 Uhr erfolgt.
Eine ähnliche Sachbeschädigung mit explosiven Materialien wurde bereits im August registriert. Unbekannte hatten am 16. August um 23:50 Uhr einen Briefkasten des Polizeireviers Leipzig-Südost mit Pyrotechnik beschädigt, was auf einen möglicherweise zunehmenden Trend in der Region hinweist. Der Medienservice Sachsen berichtet, dass der dabei entstandene Sachschaden auf etwa 300 Euro geschätzt wurde. In diesem Falle unternahm die Polizei sofortige Maßnahmen, um mögliche Spuren zu sichern und nach den verantwortlichen Tätern zu suchen, blieb jedoch ebenfalls erfolglos.
Die Vorfälle werfen ernste Fragen zu den Sicherheitsvorkehrungen und dem Schutz von öffentlichen Einrichtungen auf. Ein Trend zu derartigen Gewalttaten könnte sich zu einem größeren Problem entwickeln, sodass eine verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften sowie präventive Maßnahmen möglicherweise erforderlich sein könnten.
In Anbetracht der aufeinanderfolgenden Vorfälle ist die Forderung nach schnelleren Reaktionen seitens der Deutschen Post AG und der Polizei nicht nur nachvollziehbar, sondern auch dringlich. Die Anwohner der betroffenen Gebiete wünschen sich Sicherheit und einen schnellen Ersatz für die beschädigten Briefkästen, um weiterhin auf zuverlässige Postdienstleistungen zählen zu können.