Zukunftszentrum: Bewerbung von Leipzig und Plauen steht

Zukunftszentrum: Bewerbung von Leipzig und Plauen steht

Zukunftszentrum: Bewerbung von Leipzig und Plauen steht


Die Bewerbung der Städte Leipzig und Plauen als Standort für das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ ist auf der Zielgeraden. In Dresden stellten am 7. September 2022 die Oberbürgermeister von Leipzig und Plauen, Burkhard Jung und Steffen Zenner, die Eckpunkte der gemeinsamen Bewerbung vor. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte beiden Städten die volle Unterstützung des Freistaates zu und überreichte das für die Bewerbungsunterlagen notwendige Unterstützungsschreiben.

  • Drei Männer in Anzügen stehen lächelnd um ein Banner mit gelb-schwarzem Logo und Texten.

    Ministerpräsident Michael Kretschmer und die Oberbürgermeister Burkhard Jung und Steffen Zenner bei der Vorstellung der Bewerbung Leipzigs und Plauens um das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in der Staatskanzlei Dresden.

    ©
    Sächsische Staatskanzlei

Der Ministerpräsident betonte: „Sachsen ist die Wiege der Friedlichen Revolution. Ich freue mich sehr über die gemeinsame Bewerbung von Leipzig und Plauen. Beide Städte stehen für die mutigen Menschen, die im Herbst 1989 Geschichte geschrieben haben – und für Mut und Weitblick in der Zeit nach Mauerfall und Wiedervereinigung. Sachsen als Land der Friedlichen Revolution und als Brücke zu unseren Partnern in Mittel- und Osteuropa ist in besonderer Weise für den Standort des Zukunftszentrums geeignet. Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und hoffe gemeinsam mit Leipzig und Plauen, dass das neue Zentrum nach Sachsen kommt.“ Der Regierungschef verwies zugleich darauf, dass der Freistaat beide Städte mit jeweils 50.000 Euro bei der Bewerbung unterstützt. Zudem sicherte er den Oberbürgermeistern die weitere Unterstützung des Freistaates zu.

Leipziger und Plauener kennen Transformation

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte: „100.000 Einwohner weniger – das war ganz konkret die Umbrucherfahrung Leipzigs in den 1990er Jahren. Jetzt haben wir wieder über 100.000 hinzugewonnen. Umbruch, Niedergang, Aufschwung, die Leipzigerinnen und Leipziger wissen, wovon die Rede ist beim Begriff Transformation. Heute stehen wir wieder vor einer Zeitenwende und können auf unsere Erfahrungen zurückgreifen. Diesen Erfahrungsschatz wollen wir mit allen in Deutschland, in Europa und darüber hinaus teilen: Wie verwindet man den Schmerz des Weniger, wie gestaltet man das Wachstum des Mehr? Wie lenkt man Veränderung?“

„Das Erbe der Friedlichen Revolution verbindet Leipzig und Plauen auf besondere Weise. Beide Städte stehen stellvertretend für eine ganze Region, in der die Themen Demokratie und Transformation in den letzten 30 Jahren zentral waren und noch immer sind. Die Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Transformationsprozessen, die Strahlkraft in die gesamte Region und die Demokratien Osteuropas sowie der gemeinsame Blick in die Zukunft machen unsere Bewerbung einzigartig. Anhand einer Großstadt wie Leipzig und einer mittelgroßen Stadt im ländlichen Raum können Transformationserfahrungen aus völlig unterschiedlichen Erlebensperspektiven abgebildet werden. Unser Netzwerk, das beide Städte mitbringen, ist eine weitere Stärke der gemeinsamen Bewerbung. Wo, wenn nicht in Sachsen, sollte das Zukunftszentrum seinen Platz finden? Der Freistaat Sachsen unterstützt unsere Bewerbung, vielen Dank für dieses starke Signal“, sagte Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner.

Ausgangsorte der Friedlichen Revolution

Leipzig und Plauen als Ausgangsorte der Friedlichen Revolution 1989 bewerben sich als Tandem aus einer dynamisch wachsenden Metropole und einer mittelgroßen Stadt mit starken Bezügen in den ländlichen Raum um das Zukunftszentrum. Diese vielgestaltige Transformationserfahrung bietet keine andere Bewerbung. Ausgehend von den regionalen, nationalen und internationalen Verbindungen beider Städte soll das Zukunftszentrum zu einem großen Netzwerk mit Partnern in Deutschland und ganz Europa entwickelt werden. Zahlreiche Einrichtungen in Sachsen, Deutschland und aller Welt haben ihren Willen zur Zusammenarbeit mit dem Zukunftszentrum Leipzig und Plauen bekundet und werden wertvolle Kompetenzen, Kontakte und Impulse beisteuern.

Zusätzlich zu diesem exzellenten Netzwerk unterbreiten beide Städte in ihrer Bewerbung einen Vorschlag, wie das Zukunftszentrum noch besser mit den Menschen verbunden werden kann: ein Zukunftszug, der Leipzig und Plauen mit vielen Orten in ganz Deutschland, Mittel- und Osteuropa verbinden kann. Mit einer ersten Probefahrt am 8. September 2022 soll diese Idee erlebbar werden. Mit der Umsetzung eines Zukunftszugs im Rahmen des Zukunftszentrums entstünden völlig neue Möglichkeiten für den Dialog mit den Menschen und ihren spezifischen Transformationserfahrungen.

Unterstützung von Bürgern gefragt

Auch Bürgerinnen und Bürger können sich beteiligen und ihre Unterstützung für die Bewerbung von Leipzig und Plauen kundtun. Dazu rufen die Oberbürgermeister Burkhard Jung und Steffen Zenner unter dem Motto „Holen wir das Zukunftszentrum nach Sachsen!“ auf. Wer die Bewerbung unterstützen will, findet unter www.leipzig.de/zukunftszentrum einen Link, um sich in eine Namensliste einzutragen.

Anlässlich der 30. Jahrestage der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit hatte eine Expertenkommission unter Vorsitz des früheren Ministerpräsidenten Matthias Platzeck die Einrichtung eines „Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ in einer ostdeutschen Stadt empfohlen. Die Entscheidung über den Standort des Zukunftszentrums trifft die Bundesregierung bis Ende 2022. Der Bau soll bis 2028 errichtet werden. Der Bund wird dafür einen dreistelligen Millionenbetrag investieren und das Zukunftszentrum jährlich mit etwa 40 Millionen Euro finanzieren.

Weitere Informationen

Alle Infos zur Bewerbung: www.leipzig.de/zukunftszentrum und www.plauen.de/zukunftszentrum.

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