
Im Zoo Leipzig ereignete sich ein tragischer Vorfall: Innerhalb einer Woche sind zwei Gorillas gestorben. Das betrifft das 21-jährige Weibchen Kibara und das 7-jährige Männchen Kio. Beide Tiere litten an schweren Krankheiten und hätten unter Narkose behandelt werden sollen. Kibara verstarb während des Narkoseverfahrens, während Kio bereits eine Woche zuvor starb. Zoodirektor Jörg Junhold äußerte Bestürzung über die Todesfälle und betonte, dass es in der Geschichte der Menschenaffen-Anlage Pongoland ein solches Ereignis nicht gegeben habe.
Die genauen Ursachen für die Todesfälle sind bislang unklar. Aktuell laufen pathologische Untersuchungen, jedoch sind die Analysen von Kio noch nicht abgeschlossen. Auch bei Kibara konnte lediglich eine Entzündung im Darmbereich therapiert werden. Die verbleibende Gorillagruppe, bestehend aus vier Tieren, wird nun besonders streng tiermedizinisch und tierpflegerisch überwacht. Zootierarzt Andreas Bernhard berichtete, dass die Tiere niedergeschlagen und angespannt wirken. Der Zoo steht daher im Austausch mit tiermedizinischen Spezialisten des Europäischen Zooverbandes sowie anderen Zoos.
Kritik von Tierschutzorganisationen
Statistiken zeigen, dass seit 2010 in deutschen Zoos mindestens 28 junge Menschenaffen, überwiegend an Infektionen, verstorben sind. Darüber hinaus ist das Projekt „Zoo der Zukunft“ in Leipzig bislang mit Kosten von etwa 68 Millionen Euro verbunden.