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Tennis vor 400.000 Zuschauern: Australian Open-Chef verspricht „ein Fest“

Als am Freitag in Adelaide Tennis gespielt wurde, waren die Szenen vertraut und doch seltsam: ein fast volles Stadion mit Zuschauern ohne Maske. Corona, die gespenstische Atmosphäre im Sport fast überall auf der Welt – alles war weit, weit weg. Der Ausstellungskampf sah aus wie eine Utopie. Und doch war es echt.

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Und Tennisbegeisterte werden sich in den nächsten Wochen an diese Bilder gewöhnen können, denn in Australien beginnt ein Tennismonat, der auch das ist: Ausdruck des erfolgreichen Kampfes auf dem fünften Kontinent gegen die Pandemie. Australien verzeichnete in den letzten zwölf Monaten fast 29.000 Infektionen und rund 900 Todesfälle. Im November und Dezember gab es wochenlang keine Neuinfektionen. Deshalb ist Tennis in Australien möglich – mit einer großen Menge. Tennis, das am 8. Februar mit den Australian Open gipfelt.

Es ist die erste Veranstaltung von globaler Bedeutung, die fast wie immer stattfinden wird. Die Behörden im Bundesstaat Victoria gaben bekannt, dass während der zwei Wochen des Turniers rund 400.000 Zuschauer in die Anlage am Yarra River strömen dürfen – 30.000 Zuschauer in den ersten acht Tagen, 25.000 Zuschauer jeden Tag bis zum Finale am 20. Februar und 21. Das bedeutet, dass das Finale in der Rod Laver Arena in Melbourne fast voll sein wird. „Es wird ein Fest der Freude für unseren Sport“, sagte Turnierdirektor Craig Tiley (59).

Erfolg für das Organisationsteam

Tiley kann die Ausrichtung des Wettbewerbs, aber auch die Aufnahme von Zehntausenden von Besuchern als Erfolg für sich und sein Organisationsteam buchen. Der ehemalige Profi und Trainer hatte monatelang darum gekämpft, dass die Australian Open stattfinden konnten, selbst in jenen Tagen, als das Land in einer schwierigen Situation war und kaum jemand glaubte, dass der „Happy Slam“ stattfinden würde. Mit seinem allgemeinen Personal-ähnlichen Turnierbetrieb widersetzte er sich auch der Kritik, die den Wettbewerb als unnötigen Luxus ansah – auch weil viele Australier aufgrund von Einschränkungen immer noch darauf warten, in ihr Heimatland zu reisen.

Zwei Vorfälle

Am Wochenende konnte Tileys Veranstaltungsteam feststellen, dass nur ein Infektionsfall in dem von verschiedenen Charterflügen (der Spanierin Paula Badosa) transportierten Berufskontingent registriert worden war. Außerdem kehrte der gesunde Menschenverstand schnell in den Tennisclub zurück – sie akzeptierten die Isolation und dankten den Australiern dafür, dass sie im Land sein durften. „Es ist eine der größten Errungenschaften der letzten Jahre, dass wir diese Turniere spielen dürfen“, sagte der Veteran Rafael Nadal (Spanien), der am Freitag in Adelaide gespielt hat.

Ist in der Tenniswelt alles gut? Nicht ganz. Es ist in zwei Lager aufgeteilt: Es wird Spieler auf dem Spielfeld geben, die eine relativ unkomplizierte Vorbereitungszeit hatten – mit fünf Stunden pro Tag, um mitten in der speziellen Quarantäne zu trainieren. Und diejenigen, die wie Angelique Kerber (Kiel) wegen infizierter Mitreisender (Flugpersonal) auf den Charterflügen in eine strengere Quarantäne mussten und ihr Hotelzimmer zwei Wochen lang nicht verlassen durften.

Diese Woche finden in Melbourne bereits sechs Turniere statt. Neben zwei ATP-Wettbewerben veranstalten die Männer auch den ATP Cup, eine nationale Schlacht. Deutschland mit Alexander Zverev, Jan-Lennard Struff und Doppel Kevin Krawietz / Andreas Mies trifft in seiner Gruppe auf Serbien und Kanada. Kerber startet bei der Grampians Trophy, die für die Spieler eingerichtet wurde, die die härtere Quarantäne hinter sich haben

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