Tanz- und Theativerfestival euro-scene Leipzig 2022

Tanz- und Theativerfestival euro-scene Leipzig 2022

Tanz- und Theativerfestival euro-scene Leipzig 2022


Politisch, ästhetisch, nachhaltig und inklusiv: In der 32. Ausgabe zeigt das europäische Tanz- und Theaterfestival vom 8. bis 13. November 12 Produktionen aus zehn Ländern, darunter drei Uraufführungen, vier deutsche Erstaufführungen und vier internationale Koproduktionen. Erstmalig liegt der Fokus auch auf außereuropäischen Perspektiven.

  • Tänzerinnen und Tänzer in roter Kleidung während einer Vorführung auf der Bühne.

    Szene aus dem Stück „Any attempt will end in crushed bodies and shattered bones“ von Jan Martens

    ©
    Phile Deprez

Den Start zum diesjährigen europäischen Tanz- und Theaterfestival bildet das Eröffnungsgastspiel „Any attempt will end in crushed bodies and shattered bones“ am 8. November, 19:30 Uhr im Schauspiel Leipzig. Dabei geht der Starchoreograpg Jan Mertens der Frage nach, wie gemeinsames Handeln und politisches Aufbegehren zu mehr Freiheit, Demokratie und Bürgerinnenrechte führen können. Auslöser für sein Tanzstück waren die Straßenproteste in Hongkong im Jahre 2019 sowie gleichzeitig in Europa demonstrierenden Bewegungen wie etwa von Gelbwesten oder Extinction Rebellion.

Ein überfällige Reflexion

Den Fokus auf außereuropäische und postkoloniale Perspektiven legen die drei Stücke „Menterias Aplaudidas“, „The Ghosts are returning“ und „Teatro Amazonas“. „Themen, denen wir lange keine Beachtung geschenkt haben, stehen heute ganz oben auf der gesellschaftlichen Agenda: die Sehnsucht nach mehr Respekt, Diversität und Gendergerechtigkeit, der Wunsch nach einem Ende von Ausgrenzung, Diskriminierung, Ausbeutung und Rassismus. Die Menschen im globalen Norden mit ihrem oft grenzenlosen Egoismus und vor allem wir in Europa sind aufgefordert, uns mit unserer kolonialen Vergangenheit und neokolonialen Gegenwart auseinanderzusetzen: mit dem langen Schatten der Unterdrückung und Dominanz, mit der Kolonisierung im Namen Gottes oder des Kapitalismus, die beide bereits Millionen Opfer gefordert haben und immer noch fordern,“ erläutert Festivalleiter Christian Watty.

Elektronische Klänge und eine akrobatische Liebeserklärung

Ebenfalls auf der großen Bühne des Schauspiels Leipzig werden die Gastspiele „Soul Chain“ und „My Land“ präsentiert. Das Ballet und Elektro verbindende „Soul Chain“, chereografiert von Sharon Eyal aus Israel, sollte eigentlich den Abschluss des letztjährigen Festvials bilden. Aufgrund der kurzfristigen Absage wird das preisgekrönte Stück nun mit zwei Vorstellungen am 9. und 10. November nachgeholt. In „My Land“ wird wiederum Zirkus und Tanz zu einem aktuellen Anlass verknüpft: Sieben der besten Zirkusakrobat/-innen aus der Ukraine machen hier eine rasante, poetische und berührende Liebeserklärung an ihre Heimat, in die sie wegen des Kriegsausbruchs seit Februar nicht zurückkehren konnten. Die Aufführungen sind am 11. November und in der Nachmittagsvorstellung am 12. November (mit besonders günstigen Tickets für Familien mit Kindern) zu sehen.

Weitere Informationen

Insgesamt bietet das Programm in diesem Jahr 32 Veranstaltungen, darunter auch Filmvorführungen, Diskurse und den Wettbewerb „Ubuntu Connection“.

www.euroscene-leipzig.de

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