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Stadtarchiv erhält Nachlass von Niels Gormsen – Stadt Leipzig

Hella Gormsen sagt: „Vor Jahren hat mein Mann schriftlich angeordnet, dass sein Leipziger Nachlass in das Stadtarchiv gehen soll, weil er eine große Verbindung zur Stadt hat: Er hat an keinem anderen Ort gelebt, solange Leipzig, es war sein Leipziger In Darüber hinaus begleitete er den ‚Wiederaufbau‘ der Stadt bis zu seinem Lebensende mit großem Engagement und war interessiert und engagiert für das Wohlergehen Leipzigs. „Last but not least erlebte er hier den Höhepunkt seiner Karriere als Stadtplaner. Hella Gormsen hatte das Anwesen bereits im August 2018 dem Archiv angeboten, und der Stadtrat hatte die Spende im November 2018 genehmigt.

Niels Gormsen

Niels Gormsen studierte Architektur und machte eine Ausbildung zum Schreiner und war bereits 14 Jahre als Baubürgermeister in Mannheim tätig, bevor er nach Leipzig zog. Fast bereits im Ruhestand brachte ihn Hinrich Lehmann-Grube in die Messestadt, wo er zwischen 1990 und 1995 Stadtplanungsbeauftragter und Stadtrat für Stadtentwicklung wurde. Niels Gormsen prägte das neue Gesicht Leipzigs wie kein anderer. Sein Wunsch war es, möglichst viel von der vorhandenen Bausubstanz zu erhalten und nur behutsam in die Planung einzugreifen. Gleichzeitig initiierte er eine Reihe von zukunftsweisenden Projekten wie die neue Messe, den Hauptbahnhof oder den Stadttunnel. Als Vertreter der südlichen Region der Stadt kümmerte sich Niels Gormsen ab 1995 um die Entwicklung der Braunkohle-Follow-up-Landschaft. Mit dem Verein „Neues Ufer“, dessen Vorsitz er zwischen 1996 und 2010 innehatte, setzte er sich dafür ein, die „Pleiße“ ans Licht zu bringen „.

Ein Geschenk ist ein wahrer Glücksfall

„Niels Gormsen hat Großes für die Stadt Leipzig und die Region erreicht“, lobte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau. „Diese Spende mit so vielen privaten Exponaten und einigen sehr persönlichen Perspektiven auf seine Arbeit ist ein wahrer Glücksfall.“

Das Anwesen umfasst von 1929 bis 2018 rund neun Laufmeter, jedoch keine offiziellen Dokumente. Die Dokumente und Objekte – zahlreiche Skizzenbücher, zum Beispiel Aufsätze, Vorträge und Korrespondenz – zeugen von seiner Kreativität und seinem Engagement für die Stadt, aber auch für sein Privatleben. Das Erbe reicht von Erinnerungen an den französischen Kriegsgefangenen über seinen ersten offiziellen Personalausweis in der Stadt, der noch zu DDR-Zeiten ausgestellt wurde, bis hin zu Reiseskizzen. Die Dokumente geben Auskunft über seine Arbeit als Richter, als Kurator der Stiftung Denkmalschutz, aber auch über Projekte wie die Entwicklung des Matthäikirchhofs, der neuen Universitätskirche oder des einheitlichen Denkmals.

Die Spende sieht vor, dass die Dokumente und Gegenstände des Nachlasses erst nach dem 1. Januar 2029 öffentlich zugänglich und verwendbar sind – um die privaten Interessen seiner Familie und anderer zu schützen. Dies ist eine übliche Frist für die Nachlassentwicklung. In dieser Zeit werden die Dokumente jedoch bereits von den Mitarbeitern des Stadtarchivs erfasst, sortiert und zugänglich gemacht. Auch zeitgenössische Zeugen müssen befragt werden, um beispielsweise Personen und Ereignisse auf den zahlreichen Fotos und Dias identifizieren zu können.

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