Paternosteraufzug im Neuen Rathaus soll saniert werden

Paternosteraufzug im Neuen Rathaus soll saniert werden


Das wohl beliebteste Fotomotiv im Neuen Rathaus – der Paternoster – soll im Jahr 2023 umfassend saniert werden. Den entsprechenden Bau- und Finanzierungsbeschluss hat die Stadtspitze jetzt auf den Weg gebracht, der Stadtrat entscheidet abschließend darüber.

Bereits für das Jahr 1936 ist ein erster Umlaufumzug im Neuen Rathaus dokumentiert. Dieser wurde jedoch 1986 durch einen Paternoster vom Aufzugswerk Leipzig ersetzt. Er erschließt mit 15 Kabinen insgesamt sechs Geschosse vom Keller bis zur vierten Etage. Dabei hängen die Kabinen des Aufzugs wie bei einer Perlenkette aneinander – weshalb er in Anlehnung an die Gebetskette als pater noster „Vaterunser“ bezeichnet wird. Die so genannte Personenumlaufanlage im Neuen Rathaus ist in der Regel seit 34 Jahren im Dauerbetrieb. Das technische Denkmal gilt als eine der letzten Anlagen ihrer Art. Der Paternoster wird zwar regelmäßig gewartet und repariert, gleichwohl sind wesentliche mechanische Bauteile sowie technische Anlagenkomponenten inzwischen verschlissen und es kommt immer häufiger zu Ausfällen. Seit Mai ist der Paternoster aufgrund eines Getriebeschadens außer Betrieb, weil verschiedene Bauteile verschlissen sind. Die Kabinenbekleidungen sind größtenteils nicht mehr im Originalzustand erhalten und wurden vielfach ausgebessert. Seit dem neuen Einbau im Jahr 1986 wurde der Paternoster nicht mehr grundhaft instandgesetzt. Um auch künftig einen dauerhaften Betrieb zu gewährleisten, soll der Paternoster voraussichtlich ab Ende dieses Jahres bis in den Dezember 2023 grundhaft erneuert werden.

Insbesondere die Steuerungstechnik, das Antriebsystem und die Tragmittel werden dabei nach aktuellen Standards ersetzt. So ist geplant, einen für den weiteren Dauerbetrieb geeigneten Antrieb einzubauen. Mit einer neuen Steuerung können auch zusätzliche Sicherheitselemente wie etwa Lichtschranken eingebaut werden, die den Kabinenzugang überwachen und so die Sicherheit erhöhen. Zugleich ist eine Schnittstelle zur Brandmeldeanlage vorgesehen.

Die Kabineneinsätze und Zugangsbereiche sollen gereinigt, aufgearbeitet und wieder eingebaut werden. Die Verkleidung der Kabinen muss voraussichtlich ausgetauscht werden, die Schachtbeleuchtung wird auf energiesparende LED umgerüstet.

Die Generalüberholung kostet rund 948.000 Euro. Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, starten die Arbeiten erst, wenn die neuen Anlagenteile lieferbar sind. Für die reine Umbauzeit sind derzeit sechs Monate vorgesehen.

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