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Neue Zukunftsängste in Leipzig: Galeria Kaufhof vor drittem Insolvenzverfahren

Das Leipziger Kaufhaus Galeria Kaufhof steht erneut vor unsicheren Zeiten, da der Mutterkonzern Galeria Karstadt Kaufhof sich auf ein drittes Insolvenzverfahren vorbereitet. Der Antrag soll Medienberichten zufolge am Dienstag gestellt werden, aufgrund der Zahlungsunfähigkeit der Muttergesellschaft Signa. Diese Entwicklung wirft erneut die Zukunft der rund 170 Beschäftigten des Leipziger Kaufhauses in Frage.

Im März 2023 konnte die Schließung des Standorts Leipzig in letzter Minute verhindert werden. Die Stadt, die Gewerkschaft Verdi und der Betriebsrat konnten die Schließung abwenden, und ein erfolgreicher Weiterbetrieb schien vorübergehend gesichert.

Jetzt, gut zehn Monate später, wird die Belegschaft und die Stadt erneut mit Unsicherheit konfrontiert, da die drohende Insolvenz des Konzerns sich auch auf den Standort Leipzig und andere Standorte in Mitteldeutschland auswirkt. Die Verunsicherung ist groß, und die betroffenen Parteien hoffen auf eine Lösung, die die Arbeitsplätze und die Handelsimmobilie in bester City-Lage erhält.

Insbesondere für Leipzig wäre der Verlust des letzten großen Kaufhauses in der Innenstadt bitter. Die Stadtverwaltung zeigt sich weiterhin gesprächsbereit und bemüht, den Standort zu erhalten und zu entwickeln. Auch die Gewerkschaft Verdi reagiert empört auf die Nachricht und weist darauf hin, dass die Beschäftigten von Galeria bereits auf Gehaltsbestandteile verzichtet haben, um das Unternehmen zu unterstützen.

Die Insolvenz bedroht nicht nur die Arbeitsplätze, sondern wirft auch Fragen zur Zukunft der Leipziger Innenstadt als Einkaufsdestination auf. Die Entwicklung bleibt abzuwarten, und die betroffenen Parteien hoffen auf eine positive Lösung, die den Standort und die Arbeitsplätze sichert.

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