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Louise-Otto-Peters-Preis 2023: Auszeichnung für medica mondiale e.V. für ihren Einsatz gegen sexualisierte Kriegsgewalt

Verleihung des Louise-Otto-Peters-Preises an medica mondiale e.V.

Oberbürgermeister Burkhard Jung hat am 23. Oktober 2023 den Louise-Otto-Peters-Preis der Stadt Leipzig 2023 an den medica mondiale e.V. verliehen. Die feministische Frauenrechts- und Hilfsorganisation engagiert sich seit 30 Jahren für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen und Mädchen.

„Der Louise-Otto-Peters-Preis für den Verein medica mondiale rückt das gravierende Problem der sexualisierten Kriegsgewalt in den Mittelpunkt. Meine Hochachtung gilt dem Verein, dessen Mitstreiterinnen sich seit 30 Jahren unermüdlich in mittlerweile 13 Ländern für ein Ende dieser schrecklichen Gewalttaten gegen Frauen einsetzen“, erklärt OB Jung.

Die feministische Frauenrechts- und Hilfsorganisation engagiert sich seit 30 Jahren für ein selbstbestimmtes Leben von Frauen und Mädchen. Der Verein setzt sich dafür ein, dass sexualisierte Gewalt als Kriegsfolge anerkannt wird. Medica Mondiale unterstützt Frauen, die sexualisierte Kriegsgewalt erlebt haben, seit den 1990er Jahren vor Ort und rückt den gezielten Einsatz von sexualisierter Gewalt in Kriegsregionen sowie dessen Folgen ins öffentliche Bewusstsein.

„Die Arbeit von medica mondiale hat entscheidend dazu beigetragen, dass sexualisierte Kriegsgewalt heute als Kriegsverbrechen betrachtet wird und mit sichtbar gemacht, dass sexualisierte Kriegsgewalt beinahe jedem bewaffneten Konflikt existiert“, würdigt die Laudatorin Prof. Heide Glaesmer von der Universität Leipzig die Arbeit des Vereins.

„Wir bedanken uns ganz herzlich für die Verleihung des Louise-Otto-Peters-Preises und diese Würdigung unserer Arbeit. Gleichzeitig möchten wir uns bei all den Partner:innen, Unterstützer:innen und Aktivist:innen bedanken, ohne die diese Arbeit nicht möglich wäre. Gemeinsam haben wir schon viel erreicht“, so Sybille Fezer vom Vorstand des medica mondiale e.V.. „Gleichzeitig beobachten wir auch, wie Frauenrechte von rechten, autoritären und nationalistischen Kräften überall auf der Welt eingeschränkt werden und Aktivist:innen bedroht werden. Daher ist es heute wichtiger denn je, sich für Frauenrechte und gegen sexualisierte Gewalt einzusetzen.“

Der Preis ist nach Louise Otto-Peters benannt: Ihrem unermüdlichen Engagement für Frauenrechte in Politik, Literatur und Bildung ist es zu verdanken, dass Leipzig als Wiege der Frauenbewegung in die deutsche Geschichte einging. Der Louise-Otto-Peters-Preis wird seit 2015 jährlich vergeben, im Wechsel an eine Organisation oder eine Person.

Weitere Informationen

www.leipzig.de/louise-otto-peters-preis

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