Am 22. Juni 2025 hat Prof. Dr. Jörg Junhold nach sechs Jahren als Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) das Amt an Dr. Dag Encke, den Direktor des Tiergarten Nürnberg, übergeben. Junhold, der auch Direktor des Zoo Leipzig ist, tritt damit in eine neue Phase seines beruflichen Werdegangs ein, bleibt jedoch für die nächsten drei Jahre Mitglied des Vorstands des VdZ und wird zum Schatzmeister des Europäischen Zooverbandes EAZA gewählt.

Junholds Amtszeit war geprägt von bedeutenden Herausforderungen, darunter die Corona-Pandemie, der Ukrainekrieg sowie diverse wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen. Unter seiner Leitung wurde der VdZ als Servicezentrum für über 70 Mitglieder etabliert und die Sichtbarkeit des Verbands im politischen Berlin erhöht. Zoo- und Wildtierexperten wurden stärker in die Erarbeitung von Gesetzen einbezogen, was die Relevanz der Verbandsarbeit unterstrich.

Entwicklungen im Verband

Der VdZ, der älteste zoologische Verband der Welt, wurde 1887 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Der Verband, früher bekannt als Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ), besteht aus 71 Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien und verfolgt das Motto: Biologische Vielfalt erhalten. Während Junholds Präsidentschaft wurde die „Stiftung Artenschutz“ reformiert, und es wurden neue Arbeitsstrukturen für Artenschutz, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit geschaffen. Ein öffentliches Zoo- und Wildtierforum wurde im Rahmen der jährlichen Verbandstagung etabliert.

Besonders während der Pandemie konnte der VdZ den geschlossenen Zoos eine Stimme verleihen und deren gesellschaftliche Bedeutung hervorheben. Im Jahr 2014 wurde der Verband umbenannt und hat seitdem auch internationalen Einfluss gewinnen können, indem er gemeinsam mit anderen Organisationen an Erhaltungsprogrammen arbeitet. Die Jahrestagung findet einmal jährlich in einem Mitgliedszoo statt, was den Austausch und die Zusammenarbeit fördert.

Öffentliche Präsenz und Zukunftsperspektiven

Junhold hat kontinuierlich an der Optimierung der Verbandsarbeit gearbeitet und dabei neue Schwerpunkte definiert. Diese umfassen eine stärkere öffentliche Sichtbarkeit für Wildtierhaltung und Artenschutz sowie den Ausbau der Fortbildungsangebote und der gesellschaftlichen Akzeptanz von Zoos. Der VdZ schafft rund 6.000 Arbeitsplätze und erwirtschaftet jährlich bis zu 300 Millionen Euro Umsatz durch seine Mitgliedseinrichtungen.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Herausforderungen, vor denen der VdZ steht, dürften auch unter Junholds Nachfolger weiterhin im Fokus stehen. Die Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem WWF und NABU sowie die Beteiligung an über 400 Arten im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm sind wichtige Bausteine in der Arbeit für den Artenschutz. Der Zoo Leipzig, der das Wolfgang-Köhler-Primaten-Forschungszentrum des Max-Planck-Instituts beherbergt, wird auch weiterhin eine zentrale Rolle in diesen Bestrebungen spielen.