Im Rahmen der kommende Aktionswoche „Kinder aus suchtbelasteten Familien“, die vom 22. bis 28. Februar 2026 stattfindet, lädt das Zentrum für Drogenhilfe Leipzig zu einem Tag der offenen Tür am Donnerstag, den 26. Februar, von 10:00 bis 15:00 Uhr ein. Diese Veranstaltung bietet eine wertvolle Gelegenheit, sich über die Lebenssituation von Kindern aus suchtbelasteten Familien zu informieren und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. LeipzigInfo berichtet, dass die Veranstaltung umso wichtiger ist, da Kinder aus solchen Familien ein erhöhtes Risiko haben, selbst in Suchtverhaltensweisen zu geraten und unter psychischen Belastungen zu leiden.
Die Aktionswoche, zu deren Schirmherren Betty Taube und Prof. Hendrik Streeck gehören, verfolgt das Motto „Wir werden sichtbar“. Rund 100 Veranstaltungen und Aktionen sind bereits geplant, um auf die Herausforderungen, die Kinder suchtkranker Eltern bewältigen müssen, aufmerksam zu machen. Die Homepage zur COA-Aktionswoche hebt hervor, dass in Deutschland etwa jedes fünfte bis sechste Kind mit einem suchtkranken Elternteil aufwächst, was bedeutet, dass über 2,6 Millionen Kinder unter den Suchtproblemen ihrer Eltern leiden.
Wichtige Einblicke und niedrigschwellige Angebote
Am Tag der offenen Tür im Zentrum für Drogenhilfe in Leipzig sind Fachkräfte, betroffene Eltern sowie interessierte Bürger herzlich eingeladen. Die Besucher können sich über die Angebote des Fachbereichs Familienhilfe informieren. Zu den Programmpunkten gehören kurze Filmausschnitte, die als Gesprächsanlass dienen sollen. Die Teilnahme erfordert keine Anmeldung und bietet die Möglichkeit, einen Einblick in die wertvolle Unterstützung für betroffene Familien zu erhalten. Die Adresse lautet Demmeringstraße 470, 04177 Leipzig.
Die Aktionswoche und der Tag der offenen Tür sind Teil einer umfassenden Initiative, die auch auf den bundespolitischen Rahmen aufmerksam macht. So wurde kürzlich ein Antrag im Bundestag verabschiedet, der eine bessere Unterstützung für Kinder von psychisch oder suchtkranken Eltern fordert. Diese Unterstützung soll nicht nur kurzfristig, sondern langfristig wirksam sein, um den betroffenen Kindern zu helfen, gesunde und erfolgreiche Erwachsene zu werden. Das GKV-Bündnis für Gesundheit weisst darauf hin, dass eine koordinierte Prävention notwendig ist, um den unterschiedlichen Unterstützungsbedarf betroffener Familien zu adressieren.
Gesellschaftliche Herausforderungen
Die gesellschaftlichen Folgen von Sucht in Familien sind weitreichend. Laut Informationen des GKV-Bündnisses entwickeln etwa ein Drittel der Kinder und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien ebenfalls eine Sucht. Ein weiteres Drittel leidet an psychischen Erkrankungen, was wiederum zu gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen führt. Kinder aus suchtbelasteten Familien haben oft Schwierigkeiten, einen stabilen beruflichen Einstieg zu finden, was die Notwendigkeit von frühzeitiger Unterstützung unterstreicht.
Die geplanten Aktionen im Rahmen der COA-Aktionswoche umfassen digitale Schnitzeljagden, Plakataktionen, Online-Seminare und Comic-Workshops. Diese Vielfalt an Angeboten soll helfen, das Bewusstsein für diese Thematik zu schärfen und die Sichtbarkeit von Kindern aus suchtbelasteten Familien zu erhöhen. Es ist wichtig, dass die Gesellschaft als Ganzes auf die Bedürfnisse dieser Kinder eingeht und sicherstellt, dass sie die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.