Die umfassende Sanierung des soziokulturellen Zentrums naTo in der Leipziger Südvorstadt ist nun abgeschlossen. Am 7. März 2026 wird das Kulturzentrum nach rund zehnmonatiger Schließzeit wiedereröffnet. Der Umbau war notwendig, da das Gebäude seit den 1950er Jahren nicht mehr umfassend erneuert wurde. Die Renovierungsarbeiten umfassten zahlreiche Verbesserungen, darunter Schallschutz, eine barrierefreie Bühne sowie neue Veranstaltungstechnik.

Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke bedankte sich beim Freistaat Sachsen für die signifikanten Fördermittel in Höhe von 1.126.000 Euro aus dem PMO-Vermögen, die für die Sanierung bereitgestellt wurden. Die Stadt Leipzig steuerte zudem 50.000 Euro als Eigenanteil zur finanziellen Unterstützung bei. Diese Fördermittel wurden an den Betreiber, den Kultur- und Kommunikationszentrum naTo e.V., weitergereicht, um die Modernisierung durchzuführen.

Förderungen und nachhaltige Bauweise

Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, unterstrich die Bedeutung dieser PMO-Mittel für kulturelle Einrichtungen und deren langfristige Erhaltung. Die Sanierungsmaßnahmen konzentrierten sich nicht nur auf technische Modernisierungen, sondern auch auf ökologische Nachhaltigkeit. So wurde der neue Anbau in Hanf-Kalk-Stampfkonstruktion entwickelt, während vorhandene Baumaterialien teilweise wiederverwendet und Regenwasser als Brauchwasser genutzt werden.

Viele der vorgesehenen Maßnahmen sind auf eine Verbesserung der Barrierefreiheit und der Veranstaltungstechnik ausgelegt. Die alte Zuschauerpodesterie im Saal wurde durch eine neue ersetzt, die es auch Künstlern ermöglicht, eine ebenerdige Bühne zu nutzen. Diese Verbesserungen kommen insbesondere der Kleinkunstszene zugute, die in der Kneipe Raum finden wird.

Geschichte und kulturelle Relevanz von naTo

Das soziokulturelle Zentrum naTo hat eine bewegte Geschichte und wurde ursprünglich als sozialpolitisches Zentrum für die „Nationale Front“ in der DDR erbaut. Seit seiner Gründung im Jahr 1982 durch ein Konzert von Brigitte Schreier-Endler und die Einstellung von Götz Lehmann als Hausmeister hat sich das Zentrum zu einem wichtigen Ort für kulturelle Veranstaltungen entwickelt. Der Verein „Kultur und Kommunikationszentrum naTo e.V.“ wurde im Mai 1990 gegründet und ist seit 1991 als freier Träger für die Einrichtung verantwortlich.

Die Baumaßnahme wurde auch durch Steuermittel aus dem Haushalt des Sächsischen Landtags mitfinanziert, wodurch die Stadt Leipzig in der Lage war, die erforderlichen Fördermittel in Höhe von 1.006.000 Euro beim Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus zu akquirieren. Die vollständige Abrechnung der Fördermittel muss bis zum 31. Dezember 2025 erfolgen, was einen zeitnahen Baubeginn erforderte.

Diese umfassende Renovierung stellt nicht nur einen großen Schritt in der Modernisierung des naTo dar, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Infrastruktur in Leipzig, indem sie sicherstellt, dass das Zentrum auch in Zukunft zahlreiche kulturelle Veranstaltungen beherbergen kann. Für Leipzig ist es wichtig, solche Einrichtungen zu erhalten und weiterhin zu fördern, um die kulturelle Teilhabe der Bürger zu sichern und zu stärken.

Für weitere Informationen zur Förderung nationaler Kultureinrichtungen verweisen wir auf die Informationen der Förderdatenbank und die Berichterstattung auf mynewsdesk sowie Leipziger Internet Zeitung.