Am 28. Februar 2026 fand am Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig eine Mitmachaktion zur Förderung sicherer Radwege statt, organisiert vom Jugendklimarat des BUND Leipzig. Bei strahlendem Wetter, das viele Leipziger:innen in die Stadt lockte, nahmen etwa 500 Teilnehmer an der Veranstaltung teil. Der Anlass war besonders aktuell, da ein Streik im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zahlreiche Menschen zum Fahrradfahren animierte.

Die Veranstaltung richtete sich an alle, die sich für die Verkehrswende einsetzen, und bot ein buntes Programm aus Informationsständen, Mitmachaktionen sowie einer kostenlosen Fahrradreparatur-Werkstatt. Darüber hinaus gab es einen Fahrradparcours, der die Besucher nicht nur unterhielt, sondern auch zur aktiven Nutzung von Fahrrädern anregen sollte. Zu den teilnehmenden Gruppen zählten lokale Initiativen wie ADFC, Fridays for Future und Fix my bike, die alle das Ziel verfolgen, die Radinfrastruktur in Leipzig zu verbessern.

Dringende Forderungen für bessere Radwege

Die Organisatoren und Teilnehmenden machten auf die gravierenden Probleme aufmerksam, die das Radfahren in Leipzig derzeit erschweren. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Schlaglöcher, zugeparkte Radwege und eine unzureichende Verkehrsführung. Diese Missstände stehen im Widerspruch zur Bezeichnung Leipzigs als Radstadt, wo täglich tausende Radfahrer unterwegs sind. Der Jugendklimarat und der BUND fordern daher einen Ausbau und eine Verbesserung der Radwege.

Nora vom Jugendklimarat betonte, dass die Fahrradfreundlichkeit nicht nur im Interesse der Autofahrer liegen sollte, sondern vielmehr zum Wohlbefinden aller Menschen beitragen muss. Es wurde besonderes Augenmerk auf den Ausbau des Ringradwegs gelegt, der für eine bessere Vernetzung der Radwege sorgt. Der Stadt Leipzig ist der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur bereits in Planung, jedoch fehlt es an finanziellen Mitteln, um diese Projekte umzusetzen.

Zusammenarbeit für eine nachhaltige Zukunft

Projektkoordinatorin Paula Krollik vom BUND äußerte sich positiv gegenüber dem großen Interesse der Bürger:innen an der Mitmachaktion. Die gesammelten Anregungen sollen in die zukünftige Arbeit des Jugendklimarats integriert werden, um konkrete Lösungen zu erarbeiten. In einer Paneldiskussion hatten die Besucher:innen außerdem die Möglichkeit, Fragen zum Thema Radverkehr auszubringen und ihre Ideen zu teilen.

Zusätzlich unterstützt der Jugendklimarat die Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament, um konkrete Anträge zur Verbesserung des Radverkehrs im Stadtrat zu entwickeln. Der Verein Verkehrswende Leipzig hebt hervor, dass es bereits viele Beschlüsse und Planungen für ein lebenswerteres Leipzig gibt. Ziel dieser Initiativen ist es, für Rad- und Fußverkehr sowie den ÖPNV einzutreten, um eine grüne Stadt mit kurzen und sicheren Wegen zu schaffen und eine aktive Bürgerschaft zu fördern.

Während die Fortschritte in diesen Bereichen in den letzten Jahren begrenzt waren, zeigt die Mobilisierung und das Engagement der Leipziger:innen, dass der Wunsch nach Veränderung vorhanden ist. Der Jugendklimarat und zahlreiche Initiativen bündeln ihre Kräfte, um die Verkehrswende in Leipzig voranzutreiben und ein nachhaltiges Mobilitätskonzept zu entwickeln. Weitere Informationen zu diesen relevanten Entwicklungen finden Sie auf leipziginfo.de und verkehrswende-le.de.