Am 21. Februar 2026 wurde in Leipzig-Zentrum ein 38-jähriger deutscher Mann festgenommen, der des illegalen Graffiti sprayens beschuldigt wird. Laut Blaulicht Ticker brachten Beamte des Polizeirevieres Leipzig-Zentrum den Verdächtigen um 07:30 Uhr in der Elsterstraße in Gewahrsam. Der Mann war beim Besprühen eines Aufzugsschachts und einer Hausfassade erwischt worden. Ein Hinweis eines besorgten Zeugen führte zur Identifizierung und Festnahme des Täters.

Während seiner Festnahme äußerte der 38-Jährige verfassungsfeindliche Parolen und leistete Widerstand gegen die Polizisten, indem er versuchte, einen Beamten mit einem Gegenstand zu bewerfen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ordnete daraufhin seine vorläufige Festnahme an. Er wird nun wegen Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen strafrechtlich verfolgt.

Vielfältige Vorfälle mit verfassungsfeindlichen Parolen

Die Festnahme des Graffiti-Täters geschah nicht im luftleeren Raum. Am gleichen Wochenende kam es in Leipzig-Zentrum zu weiteren Vorfällen, die mit verfassungsfeindlichen Parolen in Verbindung stehen. Laut Leipziger Volkszeitung zeigten mehrere junge Männer am Samstagnachmittag in der Schillerstraße verfassungsfeindliche Gesten und beschädigten Wahlplakate. Zwei Männer, im Alter von 21 und 25 Jahren, wurden anschließend von der Polizei gestellt.

In einem weiteren Vorfall, der knapp eine Stunde später am Richard-Wagner-Platz stattfand, entblößte ein 17-Jähriger aus einer Gruppe von etwa 25 Personen sein verfassungsfeindliches Verhalten und riss Wahlplakate herunter. Die Polizei wurde durch einen Passanten alarmiert und nahm schließlich zwei Personen aus der Gruppe fest. Ermittlungen wegen Sachbeschädigung laufen gegen Unbekannt. Ähnlich erging es einer Gruppe von fünf Männern, die in der Innenstadt am Abend eine verfassungsfeindliche Parole riefen.

Jugendkriminalität und Graffiti

Die zunehmende Jugendkriminalität, insbesondere im Bereich vandalistischer Graffiti, bleibt ein besorgniserregendes Thema. Die Polizei Beratung weist darauf hin, dass Kinder und Jugendliche häufig Merkmale eines Graffiti-Interesses zeigen, wie etwa stark verschmutzte Kleidung mit Farbresten, Sprühdosen und Edding-Stifte in ihren Rucksäcken. Ein klärendes Gespräch mit den Jugendlichen kann helfen, sie über die rechtlichen Konsequenzen illegaler Graffitis aufzuklären.

Die Vorfälle in Leipzig unterstreichen die Verantwortung der Bürger, bei verdächtigen Aktivitäten einzugreifen und die Polizei zu informieren. Nur so kann die Öffentlichkeit auf die Gefahren von verfassungsfeindlichen Äußerungen und vandalistischen Handlungen aufmerksam gemacht und ein sicheres Umfeld geschaffen werden.