Am 2. März 2026 beginnt eine Baustelle nahe dem Leipziger Zentrum, die voraussichtlich mehr als drei Wochen andauern wird. Grund für die Arbeiten ist die Erneuerung der Gleise an der Kreuzung Karl-Tauchnitz-Straße und Friedrich-Ebert-Straße sowie an der Fußgängerampel Manetstraße. Während die Fußgängerampel weiterhin für Passanten nutzbar bleibt, wird die Kreuzung für den Autoverkehr vom Neuen Rathaus in Richtung Kreisverkehr Herzliyaplatz gesperrt. Rechtsabbiegen von der Karl-Tauchnitz-Straße auf die Friedrich-Ebert-Straße bleibt jedoch möglich, während das Linksabbiegen vom Herziliyaplatz zum Westplatz nicht erlaubt ist, wie Tag24 berichtet.
Die Maßnahmen, die bis zum 27. März 2026 abgeschlossen sein sollen, gehen auch mit erheblichen Einschränkungen für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) einher. Bis zum 18. März wird der Bereich komplett für Straßenbahnen gesperrt. Dies betrifft insbesondere drei Tramlinien: Die Linie 2 fährt vom Westplatz über Goerdelerring und Hauptbahnhof zum Roßplatz, die Linie 8 wird zwischen Waldplatz und Wilhelm-Leuschner-Platz über Leibnizstraße und Thomaskirche umgeleitet, und die Linie 14 fährt zwischen Westplatz und Wilhelm-Leuschner-Platz über Goerdelerring und die Hauptbahnhof-Westseite. Auch die Buslinie 89 kann die Haltestelle Wächterstraße nicht bedienen und steuert stattdessen die Harkortstraße an, bevor sie in Richtung Mozartstraße weiterfährt.
Weitere Baustellen in Leipzig
Die Baustelle an der Karl-Tauchnitz-Straße ist nicht die einzige Verkehrsbehinderung in Leipzig. Laut leipzig.de gibt es zahlreiche weitere Baustellen im Stadtgebiet. Unter anderem finden derzeit Arbeiten in der Abrahamstraße und an der Abtnaundorfer Straße statt. Hier wird eine Absicherung von Straßenschäden bis zum 4. April 2026 durchgeführt. Zudem sind zahlreiche kurzfristige Baumaßnahmen angekündigt, die die Verkehrssituation in den nächsten Wochen erfahrungsgemäß zusätzlich belasten werden.
Besonders auffällig ist der wachsende Radverkehr in Leipzig, der durch umfassende Bemühungen um eine bessere Radinfrastruktur gefördert wird. Laut Ökoloewe nutzen mittlerweile über 20 % der Leipzigerinnen das Fahrrad für ihre täglichen Wege. Diese Zahl zeigt, wie wichtig der Ausbau der Radwege ist, um den Radverkehr weiter zu steigern und ähnliche Anteile wie in Städten wie Kopenhagen oder Amsterdam zu erreichen. Leipzigs Radwegnetz weist jedoch noch Lücken auf, die geschlossen werden müssen.
Die Stadt Leipzig ist somit gefordert, sowohl die bestehenden Baustellen effektiv zu managen als auch die Infrastruktur für Radfahrende entscheidend zu verbessern. Anwohner und Verkehrsteilnehmer müssen sich auf herausfordernde Wochen einstellen, insbesondere durch die Einschränkungen, die infolge der Bauarbeiten entstehen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) bitten um Verständnis für die durch diese Maßnahmen entstehenden Lärmemissionen und Unannehmlichkeiten, die auch an Wochenenden anhalten können.