Am 17. Februar 2026 gab das sächsische Wirtschaftsministerium bekannt, dass es 1,38 Millionen Euro in das Kompetenzzentrum „Kreatives Sachsen“ investiert. Diese bedeutende Förderung wurde von Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) persönlich übergeben. Mit dieser Unterstützung erhält die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen eine dauerhafte finanzielle Basis, die Planungssicherheit für die Zukunft schafft.

Die neue institutionelle Förderung ist ein Meilenstein, da die Finanzierung zuvor nur über zeitlich begrenzte Projektgelder geregelt war. „Kreatives Sachsen“ hat seit seiner Gründung im Jahr 2017 zahlreiche Akteure der Branche unterstützt. Die Servicestelle fungiert dabei nicht nur als Beratungsstelle, sondern auch als Netzwerk, das die Sichtbarkeit und den Wissenstransfer in der Kreativwirtschaft fördert. Mit dieser Unterstützung soll die Branche langfristig stabilisiert werden.

Langfristige Perspektiven für die Kreativwirtschaft

Wie Sachsen.de erläutert, ist die Fördermittelvergabe die erste ihrer Art für das Kompetenzzentrum, das zuvor als Projektorganisation familiär zur Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V. gehörte. Die neue GmbH, die zur Verwaltung dieser Förderung gegründet wurde, zielt darauf ab, die vielfältigen Akteure der Region noch besser zu unterstützen.

Insgesamt sind in der sächsischen Kreativwirtschaft etwa 81.000 Menschen beschäftigt. Diese Zahl zeigt, wie wichtig die Branche für die gesamte sächsische Wirtschaft ist. Bild.de hebt hervor, dass die Kreativwirtschaft in Sachsen zwölf Teilbereiche umfasst, darunter Architektur, Design, Kunsthandwerk sowie die Software- und Games-Branche.

Vielseitige Angebote und Projekte

Die neue Förderung in Höhe von 1,38 Millionen Euro wird unter anderem dazu genutzt, Maßnahmen zur Fachkräftebindung, zum Wissenstransfer und zur branchenübergreifenden Kooperation zu unterstützen. Über die vergangenen Jahre hat „Kreatives Sachsen“ bereits mehr als 2.000 kostenfreie Orientierungsberatungen angeboten und etwa 200 praxisnahe Qualifizierungsangebote organisiert. Zudem wurden rund 240 Netzwerkveranstaltungen sowie neun Branchenkonferenzen mit mehr als 1.400 Teilnehmenden durchgeführt, um den Austausch innerhalb der Branche zu fördern.

Einige Spezialprojekte wie „Kreativorte Sachsen“ und „Raumkomplizen“ helfen dabei, kreative Arbeitsorte auch in ländlichen Regionen zu etablieren. Diese Initiativen zeigen, dass das Wirtschaftsministerium nicht nur auf die Urbanisierung, sondern auch auf die ländlichen Entwicklungen der Kreativwirtschaft reagiert und dabei eine gesamteuropäische Entwicklung im Blick hat. Stern.de weist darauf hin, dass diese langfristige Unterstützung eine positive Perspektive für alle Akteure der Kreativszene in Sachsen verspricht.

Insgesamt ist die neue institutionelle Förderung ein wichtiger Schritt für die Kreativwirtschaft in Sachsen, der die Branche stärken und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen soll.