Am Freitag, dem 20. März 2026, wird um 19:30 Uhr die Premiere von Lukas Rietzschels neuem Roman „Sanditz“ auf der Großen Bühne des Schauspiel Leipzig gefeiert. Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Literaturfestivals „Leipzig liest“ statt und wird von dtv sowie dem Schauspiel Leipzig präsentiert. Ensemblemitglieder des Schauspiel Leipzig werden Passagen aus dem Roman vortragen, während Cornelius Pollmer von DIE ZEIT mit Rietzschel ins Gespräch kommt. Rietzschels Roman erscheint bereits am 12. März 2026 und behandelt das Leben in der fiktiven Kleinstadt Sanditz, die am Rande eines Braunkohle-Tagebaus angesiedelt ist.
Die Erzählungen in „Sanditz“ folgen den Lebenswegen der Bewohner von der späten DDR bis zur Gegenwart und thematisieren tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen. Der Roman spiegelt Ereignisse wie das Ende der DDR, die Besetzung der örtlichen Stasi-Zentrale und den Freiwilligenkampf in der Ukraine wider. Auch die Isolation während der Corona-Pandemie und das Arbeiten auf westdeutschen Baustellen werden behandelt. Rietzschels Werk thematisiert Aufbruch und Niedergang, sowie die Suche nach Zugehörigkeit und Freiheit in bewegten Zeiten, insbesondere durch die Geschichten der Familie Wenzel und anderer Einwohner der Stadt.
Ein Blick auf den Autor
Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz und wohnhaft in Görlitz, hat sich bereits einen Namen als Schriftsteller gemacht. Sein Debütroman „Mit der Faust in die Welt schlagen“ erschien 2018 und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Seinen zweiten Roman „Raumfahrer“ veröffentlichte er 2021, der die Lebensgeschichte eines Krankenpflegers mit der von Maler Georg Baselitz verknüpft. Rietzschel hat auch für die Bühne geschrieben, mit dem dramatischen Text „Widerstand“, der 2021 als Theaterfilm uraufgeführt wurde, und dem Stück „Der Girschkarten“, das am 22. März 2026 im Schauspiel Leipzig zur Aufführung kommt.
Rietzschel, der an der Universität Kassel Politikwissenschaft und Germanistik studierte, engagiert sich auch kulturell, indem er an der Alten Synagoge in Görlitz das Literaturhaus mitaufbaut. Er ist Mitglied des PEN Berlin und hat sich in der Vergangenheit politisch zu aktuellen Themen geäußert. Seine Werke werden oft für ihre sprachliche Originalität gelobt, und Kritiker heben die gelungene Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart hervor. Aktuell ist er auch aktiv als Maler und hat bereits Ausstellungen realisiert.
Ticketinformationen und weitere Veranstaltungen
Die Tickets für die Buchpremiere von „Sanditz“ sind ab dem 5. Februar 2026 an der Theaterkasse sowie auf der Website des Schauspiel Leipzig erhältlich. Ebenso startet der Vorverkauf für die Theateraufführung von „Der Girschkarten“, die nach der Premiere von „Sanditz“ am 22. März 2026 um 18 Uhr stattfindet. Nach der Aufführung wird es ein Nachgespräch mit dem Autor und dem Produktionsteam geben, was den Zuschauern ermöglicht, tiefer in die Thematik und die Entstehung des Stücks einzutauchen.