In Leipzig haben mehrere Vorfälle die Polizei in Alarmbereitschaft versetzt. In den frühen Morgenstunden des 14. Februar 2026 wurden am S-Bahnhof MDR und an der Tramhaltestelle Paunsdorf-Nord zwei Fahrkartenautomaten gesprengt. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt etwa 110.000 Euro. Um 00:10 Uhr wurde der erste Automat am S-Bahnhof beschädigt, gefolgt von einer weiteren Explosion um 04:15 Uhr an der Tramhaltestelle. Die Ermittlungen wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion laufen, und ein möglicher Zusammenhang zwischen den beiden Taten wird von der Polizei geprüft, wie news.de berichtet.
Am darauf folgenden Tag, dem 15. Februar 2026, kam es zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Altlindenau, genauer gesagt in der Röntgenstraße. Das Feuer brach kurz nach Mitternacht aus und betraf das Wohnzimmer einer Wohnung. Während die Feuerwehr das Feuer schnell löschte, musste eine Person wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung untersucht werden. Die genaue Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden, die Wohnung ist jedoch unbewohnbar. Ein Brandursachenermittler wurde hinzugezogen, um die Ursache des Feuers zu klären.
Festnahme wegen Automatensprengungen
Die Polizei hat einen 29-jährigen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, hinter den Sprengungen der Fahrkartenautomaten zu stecken. Diese Festnahme fand am Donnerstag in seiner Wohnung in einem Ortsteil von Borna statt. Ein Haftbefehl des Amtsgerichts Leipzig liegt vor, und ihm werden Anklagepunkte wie Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, Sachbeschädigung und Diebstahl in mehreren Fällen vorgeworfen. Der Verdächtige ist bereits mehrfach vorbestraft, und bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten Cannabis sowie tatrelevante Gegenstände. Zudem wird ihm vorgeworfen, im Sommer 2025 bereits drei Fahrkartenautomaten in Leipzig sowie in den nahegelegenen Orten Böhlen und Markkleeberg-Gaschwitz gesprengt und deren Geldkassetten entwendet zu haben. Der dabei entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 60.000 Euro, wie MDR berichtete.
Kritische Kriminalitätslage in Leipzig
Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Kriminalitätslage in Leipzig, die sich weiterhin angespannt darstellt. Im Jahr 2023 wurden in der Stadt insgesamt 68.377 Straftaten registriert, was eine Kriminalitätsquote von 11.100 Straftaten pro 100.000 Einwohnern ergibt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Delikte um 2,1 %. Die Statistik zeigt zudem, dass Leipzig die meisten registrierten Delikte in ganz Sachsen verzeichnet, wobei der Stadtteil Leipzig-Mitte die höchste Kriminalitätsrate aufweist. Hier wurden 2022 insgesamt 16.499 Straftaten verzeichnet, während der Stadtteil Nordost mit 4.322 Straftaten die niedrigste Kriminalitätsrate aufwies, so lr-online.de.
Die Entwicklungen in Leipzig erfordern nicht nur sofortige Maßnahmen der Sicherheitsbehörden, sondern stellen auch die Bürger vor Herausforderungen in Bezug auf ihre Sicherheit und das Gefühl von Schutz im öffentlichen Raum. Die Polizei setzt alles daran, Licht in die jüngsten Vorfälle zu bringen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.