In Leipzig sind am 21. Februar 2026 aktuell vier mobile Radargeräte im Einsatz, die regelmäßig zur Geschwindigkeitsüberwachung eingesetzt werden. Die Polizei in Sachsen passt die Überwachung kontinuierlich an die Verkehrssituation an, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen. Laut news.de sind temporäre Geschwindigkeitsmessungen in verschiedenen Stadtteilen zu erwarten, insbesondere in Ost-, Mitte- und West-Leipzig, sowie in Vierteln wie Bachviertel und Volkmarsdorf.
Die Geräte zeichnen Geschwindigkeitsüberschreitungen auf und verwenden dabei dieselben Toleranzen wie stationäre Blitzer. Bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h wird üblicherweise ein Sicherheitsabzug von 3 km/h vorgenommen. Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h beträgt der Abzug 3 Prozent des gemessenen Wertes. Dies sorgt dafür, dass kleinere Messungenauigkeiten nicht sofort zu Strafen führen, was allerdings nicht bei allen Blitzermodellen garantiert ist. Einige Modelle können geringere Genauigkeiten aufweisen, was in der Folge einen höheren Sicherheitsabschlag zur Folge haben kann.
Sicherheitsmaßnahmen und Toleranzen
Die Zielsetzung der Geschwindigkeitsmessungen in Deutschland ist vor allem die Verkehrssicherheit durch regelmäßige Kontrollen und die Erziehung zu regelkonformem Fahren. Wie bussgeldkatalog.org berichtet, haben im Jahr 2013 über 5.000 Autofahrer Punkte wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen erhalten. Zusätzlich gab es Bußgelder und vereinzelt auch Fahrverbote.
Die Funktionsweise der Radaranlagen basiert auf einer Weg-Zeit-Berechnung, bei der ein Signal gesendet wird, um die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs zu erfassen. Messfehler können jedoch auftreten, etwa durch falsche Winkelplatzierung der Geräte oder andere Störfaktoren. Diese Aspekte machen es den Autofahrern oft schwer zu entscheiden, ob ein Einspruch gegen ein Bußgeld sinnvoll ist.
Bußgelder und mögliche Einsprüche
Die Bußgelder bei Geschwindigkeitsüberschreitungen variieren je nach Schwere des Vergehens. Innerhalb geschlossener Ortschaften sind folgende Bußgelder zu erwarten:
| Überschreitung in km/h | Bußgeld (€) | Punkte | Fahrverbot | Einspruch sinnvoll? |
|---|---|---|---|---|
| bis 10 | 30 | 0 | nein | nein |
| 11 – 15 | 50 | 0 | nein | prüfen |
| 16 – 20 | 70 | 0 | nein | prüfen |
| 21 – 25 | 115 | 1 | möglich | prüfen |
| 26 – 30 | 180 | 1 | 1 Monat | prüfen |
| 31 – 40 | 260 | 2 | 1 Monat | prüfen |
| 41 – 50 | 400 | 2 | 1 Monat | prüfen |
| 51 – 60 | 560 | 2 | 2 Monate | prüfen |
| 61 – 70 | 700 | 2 | 3 Monate | prüfen |
| > 70 | 800 | 2 | 3 Monate | prüfen |
Fahrverbote werden in der Regel nur bei wiederholten Verstößen (26 km/h oder mehr innerhalb von 12 Monaten) verhängt. Umso wichtiger ist es, sich der Toleranzen und korrekt angebrachten Geschwindigkeitsmessungen bewusst zu sein, da ungenaue Messergebnisse auch in rechtlichen Auseinandersetzungen zu einem Einspruch führen können. Laut anwalt.org, sollte ein Einspruch besonders dann in Betracht gezogen werden, wenn es Anzeichen für Messfehler oder eine schlechte Fotoqualität gibt.



