Am 9. Februar 2026 ist der Zugverkehr zwischen Leipzig und Chemnitz stark eingeschränkt. Grund dafür sind mutwillige Beschädigungen an einem Kabelschacht der Deutschen Bahn, die am Samstag, dem 7. Februar, zwischen 16:30 Uhr und 17:30 Uhr unter einer Brücke der Torgauer Straße in Leipzig-Volkmarsdorf begangen wurden. Unbekannte Täter zerstörten Kabel, was eine Signalstörung zur Folge hatte und vor allem den Verkehr zwischen Engelsdorf und dem Leipziger Hauptbahnhof erheblich beeinträchtigte. Laut lvz.de kommt es deshalb zu Zugausfällen bei der RE6, die von der Mitteldeutschen Regiobahn betrieben wird.
Für die betroffenen Fahrgäste ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Alle anderen Züge im Abschnitt Geithain-Leipzig Hauptbahnhof werden ohne Zwischenhalt umgeleitet. Interessanterweise wurden erst kürzlich neue Akkuzüge auf dieser Strecke in Betrieb genommen, die jedoch nicht liegenbleiben können, da sie an den Endhaltestellen in Leipzig und Chemnitz geladen werden.
Ermittlungen und Aufruf zur Mithilfe
Das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise von Zeugen, die zur Tatzeit in der Nähe der Bahnbrücke an der Torgauer Straße Höhe Hausnummer 54 waren. Hinweise können beim LKA Sachsen unter der Telefonnummer 0800 – 8552055 oder bei jeder Polizeidienststelle abgegeben werden. Die Höhe des Schadens ist bisher noch nicht beziffert, jedoch ist die Reparatur für heute vorgesehen, was eine schnelle Wiederherstellung des regulären Zugbetriebs ermöglichen soll, so berichtet medienservice.sachsen.de.
Die Strecke zwischen Leipzig und Chemnitz ist seit Jahren überlastet und weitgehend eingleisig, was zu häufigen Störungen führt. In der Vergangenheit waren die Züge lediglich mit Diesel-Loks unterwegs, jedoch wurde seit Februar auch der Einsatz von modernen Akkuzügen ermöglicht. Die Mitteldeutsche Regiobahn fordert seit längerem eine Elektrifizierung sowie den zweigleisigen Ausbau der Strecke, um die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Zugverkehrs zu verbessern. Die Deutsche Bahn prüft entsprechende Ausbaupläne, die auch eingleisige Abschnitte in der Nordschleife von Leipzig über Bad Lausick nach Geithain einschließen sollen. Nähere Informationen dazu werden im März erwartet.
Steigende Sicherheitsprobleme an Bahnhöfen
<pNeben den technischen Problemen im Bahnverkehr gibt es auch besorgniserregende Entwicklungen in Bezug auf die Sicherheit an sächsischen Bahnhöfen. Die Zahl der Gewaltdelikte hat von 472 im Jahr 2021 auf 777 im Jahr 2022 zugenommen, berichtet saechsische.de. Diese Statistik zeigt, dass es bei Delikten wie Landfriedensbruch, Körperverletzung und Raub eine signifikante Steigerung gegeben hat. In Reaktion darauf setzen die Bundespolizei und die Deutsche Bahn verstärkt Einsatzkräfte zur Gefahrenabwehr an Bahnhöfen ein.
Insgesamt sind täglich etwa 4.300 Sicherheitskräfte in Zügen und auf Bahnhöfen im Einsatz, unterstützt von rund 5.500 Bundespolizisten. Zudem investiert die Bahn jährlich 180 Millionen Euro in die Sicherheitsinfrastruktur, einschließlich des Ausbaus der Videoüberwachung. Mit über 9.000 installierten Kameras wird versucht, die Sicherheit der Reisenden zu erhöhen, auch wenn die DB betont, dass Bahnhöfe insgesamt sicherer sind als viele öffentliche Plätze.