Umweltministerin Walker begeistert vom Biosphären-Tweed der Alb!
Umweltministerin Thekla Walker erkundet die nachhaltige Wollproduktion in der Schwäbischen Alb und präsentiert neuen Biosphären-Tweed.

Umweltministerin Walker begeistert vom Biosphären-Tweed der Alb!
Am 7. August 2025 fand eine interessante Veranstaltung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb statt, bei der Umweltministerin Thekla Walker ihre Begeisterung für die Arbeit der Schäfer und Produzenten von Alb-Wolle zum Ausdruck brachte. Die Ministerin erkundete das Gebiet in der passenden Ausrüstung – in Wanderstiefeln – und lernte dabei die nachhaltigen Praktiken der Landwirte kennen. Veronika Kraiser, eine zentrale Figur in der regionalen Textilproduktion, stellte stolz den neuen Biosphären-Tweed vor, der den Traditionen der Region Rechnung trägt und gleichzeitig umweltfreundliche Standards erfüllt. Ein Foto von Marion Schrade dokumentierte die Veranstaltungen dieser Tagung.
Die Bedeutung der Wolle von Albschäfchen wird durch das Projekt Albmerino hervorgehoben, das sich der nachhaltigen Herstellung von Kleidung widmet. Gerhard Stotz, der in vierter Generation die Schäferei in Münsingen führt, berichtet, dass etwa 2000 Mutterschafe die einzigartigen Wacholderheiden im Biosphärengebiet pflegen. Diese Schafherden sind nicht nur bedeutend für die Landschaftspflege, sondern ihre Lämmer finden ihren Platz in der gehobenen regionalen Gastronomie. Die lange Geschichte der Wollnutzung auf der Schwäbischen Alb reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, obwohl die Preise seit dem 20. Jahrhundert wegen internationaler Konkurrenz gesunken sind, und sich aktuell auf etwa 25 Cent pro Kilo belaufen.
Nachhaltige Mode und regionale Kooperationen
Vor 15 Jahren gründeten Gerhard Stotz und Veronika Kraiser eine Kooperation, um die Potenziale der hochwertigen Merinowolle besser zu nutzen. Kraiser betreibt eine Naturtextilien-Manufaktur namens Flomax, die 1995 gegründet wurde. Die Philosophie von Flomax ist es, regionale, nachhaltige und ökologische Kleidung zu produzieren, wobei der gesamte Produktionsprozess im Umkreis von 35 Kilometern stattfindet. Die Kollektion von Albmerino umfasst mittlerweile rund 700 Produkte, darunter Ponchos, Troyer, Röcke, Stulpen und Kinderkleider.
Ein signifikantes Merkmal der Merino-Landschafe, die seit 1795 auf der Alb gezüchtet werden, ist ihre Haltbarkeit und Robustheit. Sie stammen von spanischen Merinoschafen und einheimischen Landschafrassen ab. Jedes Schaf liefert etwa vier Kilo Wolle, die nachhaltigen Nutzen finden – Wollabfälle werden sogar zu ökologischen Düngerpellets verarbeitet. Die Produktpalette von Albmerino zeichnet sich durch wasserabweisende und temperaturausgleichende Eigenschaften aus, was die Kleidungsstücke besonders für umweltbewusste Verbraucher attraktiv macht. Jährlich werden insgesamt rund zehn Tonnen Garn aus der Wolle der Stotz-Schafe verarbeitet.
Durch diese Entwicklungen wird nicht nur die regionale Kultur der Schwäbischen Alb gefördert, sondern auch ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet. Die Initiative stellt somit ein positives Beispiel für nachhaltige Mode dar und wirft ein Licht auf die wertvolle Arbeit der regionalen Schäferei.