Am Dienstag, den 3. März 2026, wird um 20:15 Uhr eine neue Folge der Krimiserie auf BR Fernsehen ausgestrahlt. In der Episode wird Kommissar Frank Thiel, gespielt von Axel Prahl, zusammen mit Professor Karl-Friedrich Boerne, dargestellt von Jan Josef Liefers, in einem erschütternden Fall ermitteln. Die Geschichte dreht sich um die tragische Entdeckung von Evita Vogt, einer prominenten „Momfluencerin“, die unter dem Pseudonym „MagicMom“ bekannt war und tot in ihrem Zuhause aufgefunden wird. Alles deutet auf einen Suizid hin, doch ihr Ehemann Moritz Vogt, gespielt von Golo Euler, kann und will dies nicht glauben. An seiner Seite ermitteln die beiden Ermittler, zusammen mit Assistentin Silke Haller, gespielt von ChrisTine Urspruch, in einem Netz von sozialen Medien und Online-Streitereien.

Evita Vogt war eine einflussreiche Figur in der Welt der sozialen Medien, deren große Fangemeinde jedoch nicht nur aus Unterstützern bestand. Besonders unter ihren Hatern fanden sich auch andere Influencerinnen, wie beispielsweise Sabine Hertweck, bekannt als „BusyBine“. In einem angespannten Umfeld, in dem öffentliche Meinungen oft schnell umschwenken, untersuchen Thiel und Boerne auch die Spannungen zwischen Evita und ihrer Nachbarin Thekla Cooper, die von Monika Oschek verkörpert wird. Die Ermittlungen führen die Kommissare durch ein Dickicht aus Neid, Missgunst und Online-Mobbing.

Einfluss der sozialen Medien

Die Thematik sozialer Medien ist nicht nur ein zentraler Bestandteil des aktuellen Falls, sondern hat auch in der Gesellschaft an Bedeutung gewonnen. Eine Studie von Forschern der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien untersucht die Auswirkungen von Social Media auf das Suizidrisiko. Dabei wurde der sogenannte „Papageno-Effekt“ nachgewiesen, der die präventive Wirkung von Medienberichten über erfolgreich bewältigte suizidale Krisen beschreibt. Diese Forschung legt nahe, dass positive Nachrichten und Beiträge, die Hoffnung vermitteln, eine bedeutsame Rolle bei der Suizidprävention spielen können. Kurz vor der Sendung wurde der Erfolg dieser Formate in der Fachzeitschrift „Social Science & Medicine“ veröffentlicht.

Bisher wurde der Fokus in der Forschung häufig auf die negativen Auswirkungen sozialer Medien gelegt, vor allem hinsichtlich Suchtgefahr und Cybermobbing. Experten warnen, dass die gefährlichen Elemente dieser Plattformen den sogenannten Werther-Effekt verstärken können, der zur Nachahmung von Selbstmorden führen kann. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass Geschichten aus der Lebensrealität von Influencer:innen eine ermutigende Wirkung auf Menschen haben können, die in Krisensituationen stecken. In dem Experiment wurden über 350 Proband:innen in zwei Gruppen geteilt: Während die eine Gruppe motivierende Beiträge sah, erhielt die andere thematisch irrelevante Inhalte. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die suizidalen Gedanken bei den Teilnehmer:innen, die inspirierende Posts konsumierten, zurückgingen und die Bereitschaft, Hilfe zu suchen, anstieg.

Die Studienergebnisse und der Fall von Evita Vogt zeigen, wie entscheidend der Umgang mit der Darstellung von psychischen Krisen in sozialen Netzwerken ist. Die Empfehlungen der Forscher unterstützen die Integration von Social Media in nationale Suizidpräventionsprogramme. Sie unterstreichen auch, dass es wichtig ist, die positiven Effekte von sozialen Medien zu fördern, um Betroffenen Hilfe anzubieten.

Die Zuschauer dürfen also nicht nur spannende Unterhaltung erwarten, sondern auch einen Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den sozialen Medien. Die Episode wird nicht nur die Ermittler vor ein Rätsel stellen, sondern auch wichtige Fragen zur Verantwortung von Influencern und deren Einfluss auf die Gesellschaft aufwerfen.

Die Sendung wird am 3. März 2026 um 20:15 Uhr auf BR Fernsehen ausgestrahlt.