Am 6. Februar 2026 entbrennt in der neuen Altbauwohnung von Architektin Sophie ein Spannungsfeld, das sowohl persönliche als auch generationsübergreifende Themen umfasst. Sophie hat kürzlich den Mietvertrag für die Wohnung unterschrieben und plant, mit ihrem Freund Martin zusammenzuziehen. Doch Martin, ein verheirateter Chefarzt, reagiert auf die Nachricht alles andere als euphorisch. Obgleich seine Ehe am Ende ist, wagt er den Schritt, seine Frau nicht zu verlassen. Anfänglich bezieht Sophie die Wohnung allein.

Dies bildet den Auftakt für die emotionalen und wechselhaften Beziehungen, die sich im Rahmen der Handlung entfalten. Die Nachbarin Hannah, eine Seniorin, hat den Wunsch, weiterhin selbstständig zu leben und nimmt an einem Pilotprojekt teil, das modernes selbstständiges Wohnen unterstützt. Bei einem Computerkurs begegnet sie dem Rentner Friedrich Seliger und knüpft neue Kontakte. Hannah zeigt sich anfangs spröde und abweisend gegenüber Sophie, entwickelt jedoch nach und nach ein Interesse an ihrem Leben. Ihre Computerkenntnisse ermöglichen es ihr sogar, auf Sophies E-Mail-Account zuzugreifen.

Verborgene Wahrheiten und Entscheidungen

Die Fäden des Schicksals verweben sich, als Hannah Martins E-Mails entdeckt und erkennt, dass er trotz seiner Versprechen keine Taten folgen lässt. In ihrem Alter, geprägt von Erfahrungen und Einsichten, plant sie, Sophie auf die Problematik des Wartens auf Martin hinzuweisen. Sie möchte ihr zeigen, dass sie durch diese Abhängigkeit Gefahr läuft, ihr eigenes Leben zu verpassen. Der Film wird als heiter-melancholischer Generationenfilm beschrieben, der sowohl die Herausforderungen junger als auch älterer Menschen thematisiert.

Die Inszenierung des Films zeichnet sich durch erfahrene Schauspieler aus: Thekla Carola Wied als Hannah Weller, Tanja Wedhorn als Sophie Mehnert, Uwe Friedrichsen als Friedrich Seliger und Bernhard Schir als Martin Ahlers. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Andreas Koslik, während die Kameraarbeit von Helmut Pirnat stammt. Das Drehbuch, verfasst von Nina Bohlmann, wird von Matthias Steurer in Szene gesetzt.

Ein Blick auf Altbauprojekte

Die entscheidende Thematik des Altbaus wird in dem Kontext der Wohnsituation zusätzlich beleuchtet. Altbauprojekte erfordern umfassende Kenntnis im Umgang mit historischen Substanzen und Baustrukturen. Die Planung unterscheidet sich erheblich von Neubauten, die auf andere baurechtliche und gestalterische Rahmenbedingungen reagieren müssen. Stephan Koch Architekten betont, dass bei der Sanierung von Altbauten der Charakter und der Erhalt von ursprünglichen Materialen und Techniken von hoher Bedeutung sind.

In der heutigen Zeit, in der große Teile der Wohninfrastruktur altersgerecht gestaltet werden müssen, ist der Handlungsbedarf evident. Die Bundesregierung verfolgt mit dem KfW-Zuschussprogramm „Altersgerecht Umbauen“ das Ziel, Wohnraum für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Familien mit Kindern zu verbessern. Laut BMWSB wurden bis November 2023 bereits über 388.421 Wohneinheiten gefördert, um den Bedürfnissen dieser Gruppen Rechnung zu tragen. Ein zukunftsorientierter Ansatz, der sowohl zur Verbesserung der Lebensqualität als auch zur Förderung der Selbstständigkeit beiträgt.

Dieser Film und die damit verbundenen Themen spiegeln eindrucksvoll die Herausforderungen wider, die mit dem Leben in einer sich wandelnden Gesellschaft einhergehen. Die Geschichten von Sophie, Martin, Hannah und Friedrich stellen nicht nur persönliche Schicksale dar, sondern geben auch einen Einblick in die gesellschaftlichen Veränderungen, die uns alle betreffen.