Holcim Dotternhausen: CO2-Technologie für die Zukunft der Zementindustrie!
Umweltministerin Thekla Walker besuchte die CO2-Abscheideanlage in Dotternhausen und betonte die Wichtigkeit moderner Technologien für Klimaneutralität.

Holcim Dotternhausen: CO2-Technologie für die Zukunft der Zementindustrie!
Holcim strebt ein ehrgeiziges Ziel an: Bis 2050 will das Unternehmen klimaneutral werden. Die Zementproduktion, die bekanntlich erhebliche CO2-Emissionen verursacht, steht dabei im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Um diesem Ziel näherzukommen, wurde im Zementwerk Dotternhausen eine CO2-Versuchsabscheideanlage errichtet, die während der Sommertour von Umweltministerin Thekla Walker besichtigt wurde. Diese Anlage funktioniert analog einer Waschmaschine und entfernt CO2 aus den Abgasströmen, was einen wesentlichen Schritt in Richtung Reduzierung der Emissionen darstellt. Das gereinigte CO2 könnte zukünftig in alten Gasspeichern in Norwegen oder auch in Deutschland eingelagert werden. Laut Matthias Howald, Geschäftsführer von Holcim Süddeutschland, ist die Kreislaufwirtschaft entscheidend, um primäres Material zurückzudrängen.
Walker unterstrich während ihres Besuchs die Notwendigkeit von Investitionen in moderne Technologien und forderte kürzere Genehmigungsverfahren, um Fortschritte in der Dekarbonisierung der Zementindustrie zu ermöglichen. „Ich werde Impulse für effizientere Genehmigungsverfahren in die Bundesgesetzgebung einbringen“, so Walker. Die Besichtigung der Anlage endete mit einem Besuch des Fossilienmuseums im Zementwerk, das die Verbindung zwischen Industrie und Natur verdeutlicht.
Innovative Ansätze zur CO2-Abscheidung
Holcim ist zudem aktiv in Höver und testet dort eine der weltweit ersten Anlagen für innovative Membrantrennverfahren zur CO2-Abscheidung im industriellen Maßstab. Diese Anlage soll bei vollständigem Ausbau in der Lage sein, rund 90 Prozent der CO2-Emissionen abzutrennen. Die Technologie der Membrantrennung ermöglicht es, verschiedene Stoffe ohne Hitzezufuhr zu trennen, was energetisch effizienter ist als herkömmliche Verfahren wie Destillation oder Verdampfung. Bei diesem Prozess wird hochreines CO2 gewonnen, das für verschiedene Anwendungen weiterverwendet werden kann.
Die kalte Separation der Membrantrennverfahren bietet eine besonders umweltfreundliche Methode zur CO2-Abscheidung und eröffnet damit neue Perspektiven für die Dekarbonisierung in der Zementindustrie. Holcim verfolgt damit nicht nur sein Ziel der Klimaneutralität, sondern trägt aktiv zur Reduzierung der ökologischen Fußabdrücke innerhalb der Branche bei.
In einer Zeit, in der der Klimawandel immer drängender wird, sind solche innovativen Technologien essenziell. Die Zementindustrie steht vor der Herausforderung, Emissionen nachhaltig zu verringern, und Holcims Ansätze könnten wegweisend für die gesamte Branche sein. Fortschritte in der Technologie und effizientere Genehmigungsverfahren könnten entscheidend dazu beitragen, dass Unternehmen ihrer Verantwortung für den Umweltschutz gerecht werden.