Eine bedeutende Betriebsbesichtigung fand heute bei EKPO Fuel Cell Technologies in Dettingen statt, an der hochrangige Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft teilnahmen. Der Geschäftsführer Stefan Dwenger begrüßte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), die Landesumweltministerin Thekla Walker (Grüne), den Bundestagsabgeordneten Michael Donth (CDU) sowie die Landtagsabgeordnete Cindy Holmberg (Grüne). Diese Veranstaltung ist Teil einer umfassenden Initiative zur Förderung nachhaltiger Brennstoffzellentechnologien, die sich durch eine umfangreiche staatliche Unterstützung auszeichnet.
Die Aufmerksamkeit richtete sich insbesondere auf die Fördermittel in Höhe von bis zu 177 Millionen Euro, die EKPO im Rahmen des europäischen „IPCEI Wasserstoff“-Programms bis 2027 erhält. Diese Mittel stammen vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie vom Umweltministerium Baden-Württemberg und sind für die Entwicklung und Industrialisierung von hochleistungsfähigen PEM-Brennstoffzellenstackmodulen bestimmt, die vor allem in Heavy-Duty-Anwendungen eingesetzt werden sollen. Ziel ist es, diese neuen Stackmodule in Nutzfahrzeugen, Bussen und maritimen Anwendungen sowie in stationären Aggregaten zu implementieren.
Förderung und Ziele der Initiative
Die Förderung umfasst auch die kommerzielle Vorbereitung zur Serienproduktion der Brennstoffzellenstacks. EKPO ist eines von lediglich vier deutschen Unternehmen, das in der ersten Welle dieses bedeutenden Förderprogramms unterstützt wird. Diese Initiative soll neue Maßstäbe in puncto Leistung und Leistungsdichte setzen und dabei auch den Lebenszyklus schwerer Nutzfahrzeuge berücksichtigen.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die Brennstoffzellen-Stapeln in die Massenproduktion zu überführen und dabei eine Stapelrate im Teile-pro-Sekunde-Bereich zu erreichen. Zudem wird angestrebt, Prozesse und Design hinsichtlich Kosten und Herstellbarkeit zu optimieren sowie den CO2-Fußabdruck in der Produktion signifikant zu reduzieren.
Strategische Bedeutung der Wasserstofftechnologie
Die Initiative der EKPO spielt eine entscheidende Rolle im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms (NIP), das die Etablierung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien im Verkehrssektor vorantreibt. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Straßen-, Schienen-, Wasser- und Luftverkehr sowie Sonderanwendungen. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr ist bis zum 30. Juni 2024 für diese Fördermaßnahmen verantwortlich und ermöglicht es den Unternehmen, kontinuierlich Projektskizzen einzureichen.
Durch diese Maßnahmen soll eine europäische Wertschöpfungskette in der Wasserstoffbranche aufgebaut werden, die als zentraler Sektor für die Wirtschaft der Zukunft identifiziert wurde. Das Ministerium hat dazu eine umfassende Informationsplattform geschaffen, die auch Videos zu diesem Thema bereitstellt. Diese Informationen sind für alle Beteiligten zugänglich und fördern den Wissensaustausch innerhalb der Branche.
Die Entwicklungen bei EKPO verdeutlichen, wie wichtig Innovationen in der Wasserstofftechnologie sind und welchen Beitrag sie zur ökologischen Transformation der Industrie leisten können. Die Kombination aus politischer Unterstützung und unternehmerischem Engagement könnte den Weg zu nachhaltigen Energielösungen ebnen.
Für weitere Informationen zu dieser wichtigen Initiative besuchen Sie bitte GEA, ElringKlinger und Bundeswirtschaftsministerium.