Im Zentrum der neuesten Filmkomödie „Ein Drilling kommt selten allein – Fortsetzung“ steht Linda, porträtiert von Thekla Carola Wied. Sie hat ihren Job als Chefin eines Frauenmagazins aufgegeben, um mehr Zeit mit ihrem Partner Jakob, gespielt von Günther Maria Halmer, zu verbringen. Das Paar entscheidet sich, Babysitter für die Drillinge ihrer Kinder, Leonie und Thomas, zu spielen. Währenddessen brodelt es in der jüngeren Generation: Leonie, dargestellt von Julia Brendler, hegt Eifersüchteleien und vermutet, dass ihr Partner Thomas, zu dem Jens Atzorn spricht, untreu sein könnte.
Die Dynamik der Beziehung wird auf eine neue Probe gestellt, als Thomas sowohl Leonie einen Heiratsantrag macht, was sie glücklich macht, als auch Linda’s vorsichtige Skepsis in Bezug auf die Priorisierung von Karriere und Familie auf den Plan ruft. Linda offeriert Leonie die kreative Leitung einer Werbekampagne für den Modezar Marius von Boonen, gespielt von Martin Feifel. Doch während sich Leonie in ihrer neuen Rolle zurechtfindet, treten dunkle Geheimnisse ans Licht: Jakob wird von einer Frau namens Betty, verkörpert von Kathrin von Steinburg, konfrontiert, die behauptet, dass Thomas der Vater ihres Sohnes Fritz ist.
Ein Komplexes Gefüge
Diese neue Weisheit bringt Jakob in eine missliche Lage. Er versucht, die Wahrheit über Fritz zu verbergen, was zu weiteren Komplikationen in der bereits angespannten Familiendynamik führt. Der Film, der von Martin Douven geschrieben und von Matthias Kiefersauer inszeniert wurde, wirft ein Licht auf den Generationenkonflikt innerhalb der Familie, während sich die Figuren in einem Netz aus Geheimnissen und Illusionen bewegen. „Ein Drilling kommt selten allein“ ist mehr als nur eine Familienkomödie; es ist auch ein Spiegel gesellschaftlicher Werte und Herausforderungen, mit denen sich moderne Familien konfrontiert sehen.
In einem anderen filmischen Kontrast thematisiert der Streifen „All That’s Left of You“ die Geschichten von Vertreibung und Konflikten zwischen Israelis und Palästinensern. Unter der Regie von Cherien Dabis und in einer Laufzeit von 2 Stunden 25 Minuten, entführt der Film seine Zuschauer in die Rolle einer palästinensischen Familie aus Jaffa, die 1948 vertrieben wird. Es beleuchtet die Perspektive der Palästinenser und die Jahrhunderte lange Wut über unrechtmäßiges Handeln. Obwohl der Film bemüht ist, den Dialog zwischen den Konfliktparteien anzuregen, bleibt er einseitig in seiner Darstellung des Konflikts und thematisiert die Komplexität und das Leid, das durch Generationen weitergegeben wird.
Gesellschaftliche Herausforderungen im Fokus
Die Herausforderungen des gegenwärtigen Lebens, sei es in Beziehungen oder in gesamtgesellschaftlichen Aspekten, werden in beiden Filmen greifbar. Während „Ein Drilling kommt selten allein“ humorvoll und mit einem Fokus auf familiäre Konflikte agiert, sendet „All That’s Left of You“ eine ernstere Botschaft über die Notwendigkeit von Dialog und Verständnis in einer gespaltenen Welt. Beide Werke laden zur Reflexion über die Zeit und die Umstände ein, die Menschen und ihre Beziehungen prägen.
Mehr Informationen über die Filme finden Sie auf MDR und Filmgenuss.