Bobby Vylan, der Frontmann des Duos Bob Vylan, sieht sich derzeit mit ernsthaften Konsequenzen nach ihrem umstrittenen Auftritt beim Glastonbury Festival konfrontiert. Wie edp24 berichtet, hat die Avon and Somerset Polizei eine Untersuchung eingeleitet, nachdem Bobby Vylan während des Festivals die umstrittenen Parolen „Death, death to the IDF“ („Tod, Tod an die IDF“) anstimmte. Diese Vorfälle haben weitreichende Folgen für die Band.
Die Metropolitan Police ist ebenfalls aktiv geworden und untersucht die Bemerkungen, die Bobby Vylan während einer Unterstützung von Iggy Pop im Alexandra Palace im Mai gemacht hat. Dort äußerte er: „Death to every single IDF soldier out there as an agent of terror for Israel. Death to the IDF.” Diese Vorfälle führten dazu, dass die Band von europäischen Festivals ausgeschlossen wurde und ihre US-Visas widerrufen wurden. Zudem wurden sie vom United Talent Agency (UTA) entlassen, wie Rolling Stone feststellt.
Neue Auftritte in Aussicht
Inmitten all dieser Kontroversen hat Bob Vylan jedoch angekündigt, ein neues Konzert in der Thekla in Bristol zu spielen. Die Band gab bekannt, dass die Tickets bereits erhältlich sind. Nach einem ihrer London-Gigs stellten sie in ihren sozialen Medien die Frage: „Where next?“
Bei ihrem letzten Auftritt im 100 Club in der Oxford Street ermahnte Bobby Vylan die Menge dazu, die IDF-Chants zu unterlassen, um Ärger zu vermeiden. Stattdessen führte er die Menge zu einem „Free, free Palestine“-Ruf. Der Auftritt endete mit der Unterstützung der palästinensischen Bevölkerung, als die Band eine palästinensische Flagge hielt.
Folgen und Rückmeldungen
Die Kontroversen rund um Bob Vylan haben nicht nur die Band getroffen; auch die BBC sah sich gezwungen, ihren Umgang mit dem Livestream des Glastonbury-Auftritts zu überdenken. Die Direktorin der Musikabteilung, Lorna Clarke, und andere führende Mitarbeiter traten aufgrund der negativen Reaktionen von ihren Posten zurück. Der BBC war es wichtig klarzustellen, dass es keinen Platz für Antisemitismus in ihren Sendungen gibt. Glastonbury-Veranstalter Emily Eavis äußerte sich schockiert über die Inhalte der Performance.
In der Folge hat die US-Regierung die Visas der Band für die bevorstehende Tour annuliert, was sie in Schwierigkeiten gebracht hat. Ihre geplanten Auftritte bei Festivals in Manchester und in Deutschland wurden gestrichen. Trotz dieser Rückschläge wird erwartet, dass Bob Vylan im August beim Boardmasters Surf- und Musikfestival in Newquay, Cornwall, auftreten wird.
Zusammengefasst ist die Situation um Bob Vylan komplex und vielschichtig, und die Band sieht sich nicht nur musikalischen, sondern auch erheblichen politischen und rechtlichen Herausforderungen gegenüber. Laut edp24 sehen sich die Musiker als Zielscheibe, weil sie sich äußern und politische Themen in ihrer Musik ansprechen.





