In der Leipziger Südvorstadt sorgt eine unklare Verkehrssituation für Verwirrung. Am 22. Oktober wurde die Karl-Liebknecht-Straße nach umfangreichen Bauarbeiten wieder freigegeben, doch die Verkehrsschilder zeigen weiterhin eine Sperrung in beide Richtungen an. Wie die LVZ berichtet, ist derzeit unklar, ob die Schilder versehentlich nicht entfernt wurden oder ob mögliche weitere Sperrungen drohen. Das Mobilitäts- und Tiefbauamt hat jedoch angekündigt, dass in den nächsten Tagen alle temporären Verkehrszeichen und Lichtsignalanlagen abgebaut werden.
Eine Baustellenabsicherungsfirma ist beauftragt, die Beschilderung zu beräumen. Die umfangreiche Sperrung der Karl-Liebknecht-Straße, die während des Sommers zu erheblichen Staus und Schwierigkeiten für ansässige Straßenhändler führte, wird nun nach und nach behoben. Anwohner können seit dem 29. September wieder den Straßenbahnverkehr und seit dem 22. Oktober den Autoverkehr nutzen. Insgesamt investierten Stadt, Wasserwerke, Verkehrsbetriebe und Netz Leipzig rund sechs Millionen Euro in die Infrastruktur, die unter anderem Straßenbahngleise, Fahrleitungen, Gas- und Wärmeversorgung, Radwege, Blindenleitsysteme und Wasserleitungen umfasst, so die LVZ.
Die historische Perspektive Leipzugs
Leipzig hat eine reiche Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Johannes Sebastian Bach wurde 1723 musikalischer Direktor und Kantor an der Thomasschule. Im Jahr 1743 entwickelten sich die „Großen Konzerte“, die als Vorläufer der heutigen Gewandhauskonzerte gelten. Während Johann Wolfgang Goethe von 1765 bis 1768 an der Universität Leipzig studierte, wurde 1813 Richard Wagner in Leipzig geboren, zeitgleich mit der berühmten Völkerschlacht.
Die Stadt erlebte zahlreiche kulturelle und wirtschaftliche Höhepunkte, darunter die Gründung des Deutschen Buchhändler- und Verlegervereins im Jahr 1825 und die industrielle Buchproduktion durch die Verlagsgesellschaft Brockhaus 1826. Felix Mendelssohn Bartholdy war von 1835 bis 1847 als Dirigent des Gewandhausorchesters tätig, und 1843 gründeten er und Robert Schumann das Konservatorium der Musik in Leipzig. Diese Ereignisse haben Leipzig einen festen Platz in der deutschen Kulturgeschichte eingebracht, wie auf der offiziellen Webseite der Stadt Leipzig.de zu lesen ist.