Leipzigs Schulen stehen vor einer entscheidenden Herausforderung, da das Immanuel-Kant-Gymnasium ab dem Schuljahresstart 2026 mehr Schüler aufnehmen muss als ursprünglich geplant. Der Stadtrat hat jetzt beschlossen, eine Außenstelle des Kant-Gymnasiums im Gebäude der alten Petri-Schule am Floßplatz einzurichten. Dies wurde als notwendige Maßnahme erachtet, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.
Die Schulbürgermeisterin Vicki Felthaus informierte die Ratsmitglieder, dass im Süden Leipzigs keine zusätzlichen Ausweichkapazitäten zur Verfügung stehen. Sie betonte, dass die Kapazitäten bis mindestens 2034 dringend benötigt werden, da die geburtenstärksten Jahrgänge in die Gymnasien eintreten werden. Diese Situation führt dazu, dass bis zum Schuljahr 2029/30 die Zahl der Eingangsklassen die der Abgangsklassen übersteigen wird. Eine Lösung muss rasch gefunden werden, da ab dem Schuljahr 2033/34 die vorhandenen Schulen ausreichend sein sollen, um die Nachfrage nach gymnasialen Schulplätzen zu decken. L-IZ berichtet, dass der Stadtrat am 28. Januar mit 44 zu 7 Stimmen der Verwaltungsvorlage zustimmte, während 10 Stadträte sich enthielten.
Kontroversen um den Zustand der Petri-Schule
Die CDU stellte Götze vor die Wahl der Unredlichkeit, was von Götze als undemokratisch zurückgewiesen wurde. Trotz dieser Kontroversen bleibt der Umzug der Petri-Schule in ein neues Gebäude in der Glockenstraße eine zentrale Maßnahme, um Platz für die geplante Außenstelle des Kant-Gymnasiums zu schaffen.
Schulbauprojekte in Leipzig
Neben den dringenden Maßnahmen an der Petri-Schule sind auch andere Schulbauprojekte in Leipzig im Gange. So wird das Schulgebäude der Kurt-Biedermann-Schule in der Garskestraße 19 komplex modernisiert und erweitert. Die neue Planung sieht vor, den Oberschulteil des Förderzentrums sowie den Grundschulteil in einem Gebäude unterzubringen. Dezentrale Betreuungsangebote und ein Familienschulzentrum werden integriert, um den Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden. Die Förderschule wird als Ganztagsschule von Klasse 1 bis 9 mit zwei Zügen organisiert, wobei die maximale Klassenstärke bei 10 Personen in den Klassen 1 bis 4 und 12 Personen in den Klassen 5 bis 9 liegt.
Für die Komplexmodernisierung wird auch ein temporäres Raumsystem in einfacher Bauweise benötigt. Es bleibt abzuwarten, wie der Stadt bei der notwendigen Sanierung von Schulgebäuden die nötigen Mittel zur Verfügung stehen.
Insgesamt zeigt sich, dass Leipzigs Schulen vor großen Herausforderungen stehen, und dass sowohl die Kapazitätsproblematik als auch die bauliche Substanz der Schulen zeitnah angegangen werden müssen. Der Stadtrat wird weiterhin Lösungen diskutieren müssen, um allen Schülern die bestmögliche Bildung zu gewährleisten.