Am frühen Freitagmorgen wurde ein 36-jähriger Mann in der Leipziger Südvorstadt bei einer Verkehrskontrolle mit einem beeindruckenden Alkoholwert von 2,18 Promille hinter dem Steuer erwischt. Dies wurde um etwa 4:30 Uhr in der Arthur-Hoffmann-Straße festgestellt, wo bei ihm ein starker Alkoholgeruch wahrgenommen wurde. Ein daraufhin durchgeführter Alkoholvortest bestätigte den hohen Wert, weshalb der Führerschein des Mannes sofort beschlagnahmt wurde. Des Weiteren musste er sich einem Bluttest unterziehen und sieht sich nun dem Verdacht der Trunkenheit im Straßenverkehr gegenüber.

Die rechtlichen Konsequenzen für Alkohol am Steuer sind in Deutschland klar geregelt. Bereits ab 1,6 Promille ist nicht nur ein Führerscheinentzug, sondern auch eine verpflichtende medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) erforderlich. Laut ADAC sollten Autofahrer die Gefahren des Alkohols im Straßenverkehr nicht unterschätzen, da das Fahren unter Alkoholeinfluss andere Verkehrsteilnehmer enorm gefährdet.

Promillegrenzen und Konsequenzen

Die Promillegrenzen in Deutschland unterscheiden sich je nach Fahrerprofil. Für Fahranfänger und Personen unter 21 Jahren gilt ein absolutes Alkoholverbot von 0,0 Promille. Bei einem Wert von 0,3 Promille kann es bereits bei Ausfallerscheinungen zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen. Ab 0,5 Promille handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkten im Fahreignungsregister sowie einem einmonatigen Fahrverbot geahndet wird. Bei einem Alkoholgehalt von über 1,1 Promille wird dies strafbar und zieht, je nach Höhe, noch strengere Strafen nach sich, wie beispielsweise längere Fahrerlaubnisentzüge.

Besonders datailsicher sind die Informationen der KGK Kanzlei, die erläutern, dass die Strafen sich bei wiederholten Verstößen erheblich erhöhen können. So kann ein zweiter Verstoß bei 0,5 Promille mit bis zu 1.000 Euro Bußgeld sowie einem dreimonatigen Fahrverbot geahndet werden. Die Führerscheinentzugssperrfristen können je nach Fall mehrere Monate bis Jahre betragen.

Vorbereitung auf die MPU

Im Fall des 36-jährigen Mannes wird nun abgewartet, welche weiteren rechtlichen Schritte folgen. Um die MPU erfolgreich zu bestehen, ist eine intensive Vorbereitung notwendig, denn etwa ein Drittel der Teilnehmer fällt durch. Diese Vorbereitung umfasst oft medizinische Untersuchungen, Reaktionstests und psychologische Gespräche, wobei auch Nachweise über Abstinenz, wie Haaranalysen oder Urinscreenings, notwendig sein können. Das gesamte Verfahren kann entsprechend hohe Kosten verursachen, die von 1.000 Euro bis zu 2.500 Euro reichen können.

Der Vorfall verdeutlicht erneut die Tragik und Gefahren des Alkohols am Steuer und mahnt zur Vorsicht. Die Entscheidung für ein Taxi oder einen Chauf­feur kann oftmals schwere Folgen und rechtliche Konsequenzen abwenden.