In der Dresdner Südvorstadt wurde ein Einbrecher am Freitagmorgen von den Bewohnern einer Wohnung erwischt. Der 38-jährige Mann versuchte, in eine Wohnung an der Bergstraße einzudringen, floh jedoch ohne Beute, nachdem er überrascht wurde. Kurz darauf versuchte er, in eine leerstehende Villa einzubrechen. Polizeibeamte, die alarmiert wurden, konnten den Einbrecher während dieses versuchten Einbruchs festnehmen. Gegen den tschechischen Staatsbürger wurde ein Haftbefehl erlassen, und er wurde einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dies berichtet die Dresdner Neueste Nachrichten.

Diese Festnahme erfolgt in einem Kontext, der von einem Anstieg von Einbrüchen in der Region geprägt ist. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen einen 22-jährigen Mann, der mit mehreren Einbrüchen in Einfamilienhäusern in Dresden und Moritzburg in Verbindung gebracht wird. Seit Dezember 2023 wird gegen ihn ermittelt. Die Ermittler haben festgestellt, dass die Einbrüche häufig ähnliche Vorgehensweisen aufweisen, was auf einen Zusammenhang zwischen den Taten hindeutet. Der 22-jährige Albaner wurde bereits am 22. Juni 2024 in der Schweiz festgenommen und befindet sich aufgrund eines dortigen Verfahrens in Untersuchungshaft. Laut Blick werden ihm mindestens 17 Einbrüche vorgeworfen.

Einbruchstatistik in Deutschland

Der Anstieg von Einbrüchen ist nicht nur ein lokales Phänomen. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland etwa 119.000 Diebstähle in oder aus Wohnungen erfasst, wobei rund 77.800 Fälle als Wohnungseinbruchdiebstahl zählen, das heißt, sie fanden gewaltsam statt. Dies ist der höchste Stand seit 2019, obwohl die Zahlen immer noch mehr als die Hälfte niedriger sind als 2015. Besonders in städtischen Bundesländern wie Bremen, Berlin und Hamburg ist das Risiko für Einbrüche signifikant höher. Die Statista-Daten zeigen zudem, dass 2023 42,9% der aufgeklärten Wohnungseinbrüche ausländischen Tatverdächtigen zugeordnet wurden, was den höchsten Anteil seit Jahren darstellt.

Einbruchdiebstahl ist nicht nur ein materielles Problem; neben dem finanziellen Verlust entsteht auch ein Gefühl der Unsicherheit und eine Verletzung der Privatsphäre bei den Opfern. Während die Polizei verstärkt gegen Einbrecherbanden vorgeht, bleibt die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen mit 14,9% relativ niedrig, während insgesamt 58,4% aller Straftaten aufgeklärt werden. Dies zeigt den anhaltenden Kampf der Ermittlungsbehörden gegen diese Art von Kriminalität, während die Bevölkerung sich nach mehr Sicherheit sehnt.