Am 11. März 2026 berichtete die Polizei von mehreren Straftaten in Dresden und Umgebung, die in den vergangenen Tagen verübt wurden. Während sich die Kriminalitätslage in der Stadt insgesamt stabil zu entwickeln scheint, zeigen aktuelle Statistiken einige wechselnde Trends in verschiedenen Deliktsbereichen.
In Dresden-Roßthal wurde ein Schlüsseltresor von einem Grundstück an der Straße Altroßthal gestohlen, wobei der Diebstahl am 9. März 2026 um 11:00 Uhr festgestellt wurde. Die Schadenssumme ist derzeit noch unbekannt, berichtet der Regionalspiegel Sachsen.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Dresden-Pieschen, wo Unbekannte zwischen dem 6. März 2026, 14:00 Uhr, und dem 9. März 2026, 07:00 Uhr, eine Wand einer Sporthalle an der Leisniger Straße mit roter Farbe beschmierten. Auch hier ist die Schadenshöhe noch unklar und die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.
Einbruchversuche und automatische Sprengungen
In Dresden-Kleinpestitz/Südvorstadt kam es zu Einbruchversuchen in zwei Geschäfte zwischen dem 7. März 2026, 22:15 Uhr, und dem 9. März 2026, 05:45 Uhr. Die Eingangstüre eines Geschäfts an der Cämmerswalder Straße wurde aufgehebelt, während die Tür eines weiteren Geschäftes an der Schnorrstraße beschädigt wurde. Der Sachschaden beläuft sich jeweils auf etwa 1.000 Euro.
In Radebeul wurden mehrere Automaten gesprengt. Am 9. März 2026 zwischen 02:40 Uhr und 06:05 Uhr wurde ein Zigarettenautomat an der Moritzburger Straße mit Pyrotechnik stark beschädigt. Der Zugang zur Geldkassette war nicht möglich, die Schadenshöhe ist derzeit nicht bekannt. Ein Fahrkartenautomat am S-Bahnhof „Radebeul-Weintraube“ wurde ebenfalls gesprengt, woraufhin ein Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro entstand.
Zusätzlich wurden in Moritzburg/Radeburg Batterien von Lkw gestohlen, was einen Schaden von mindestens 700 Euro verursachte. In Diera-Zehren entwendeten Täter Teile eines Baggers, was etwa 20.000 Euro schade.
Stabile Kriminalitätslage in Dresden
Laut einem Bericht des Medienservice Sachsen wurden im Jahr 2024 insgesamt 47.305 Straftaten in Dresden registriert, im Vergleich zu 47.439 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote blieb dabei nahezu konstant bei 52,7 Prozent.
Polizeipräsident Lutz Rodig bezeichnete die Kriminalitätslage als insgesamt stabil. Es wurden jedoch verschiedene Entwicklungen in den Deliktsbereichen festgestellt. Während Raub- und Rauschgiftdelikte rückläufig sind, stiegen Fälle von gefährlicher Körperverletzung sowie Sachbeschädigungen. Besonders die Prager Straße bleibt ein kritischer Kriminalitätsschwerpunkt.
Die Anzahl der ermittelten Tatverdächtigen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 17.585. Ein Anstieg bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen auf 33,3 Prozent wurde ebenfalls festgestellt, zusammen mit einem sinkenden Anteil jugendlicher Tatverdächtiger, der auf 9,4 Prozent fiel.
Die aktuellen Ermittlungen und Vorfälle verdeutlichen, dass trotz einer stabilen Gesamtlage in Dresden gewisse Kriminalitätsformen zunehmen, während andere zurückgehen. Die Eröffnung der Citywache im Mai 2026 wird in diesem Zusammenhang als ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Sicherheitslage in der Innenstadt angesehen.
Wie der Kriminalitätsatlas 2024 aufzeigt, bleibt die Identifizierung lokaler Kriminalitätsschwerpunkte von zentraler Bedeutung für die Präventionsarbeit und die polizeiliche Präsenz in Dresden und Umgebung. Die Entwicklungen in verschiedenen Stadtteilen bieten ein differenziertes Bild der Sicherheitslage in der Region.