Ab dem 13. Dezember 2026 wird das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz mit modernen Mireo-Fahrzeugen von Siemens Mobility aufgerüstet. Dies geht aus aktuellen Informationen von dubisthalle.de hervor. Die neuen Triebzüge ersetzen die älteren Modelle und bedeuten eine grundlegende Veränderung in den Betreiberstrukturen auf mehreren Linien.

Die Länderbahn wird ab Dezember die Linien S3, S5 und S5X übernehmen. Die S3 verbindet Leipzig mit Halle und Nietleben, während S5 und S5X die Fahrgäste nach Leipzig, Halle und Trotha bringen. Insgesamt stehen der Länderbahn 41 Triebwagen zur Verfügung, deren Wartung in einer Werkstatt im Vogtland erfolgen wird. DB Regio Südost bleibt auf den zentralen Linien S4, S6 und S30 aktiv.

Umweltschonende Technologien und Verbesserungen

Ein herausragendes Merkmal der Mireo-Baureihe ist die Einführung von batteriebetriebenen Zügen (Mireo Plus B), die durchgehende Verbindungen auf nicht elektrifizierten Strecken ermöglichen. Ein Beispiel hierfür ist die Linie S1, die Leipzig-Miltitzer Allee, City-Tunnel, Leipzig-Stötteritz, Borsdorf, Grimma, Muldental und Döbeln ohne Umstieg bedient.

Die neue Flotte unterstützt die Ziele zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und Lärmbelastung. Siemens berichtet, dass der Stromverbrauch um bis zu 25 % gesenkt werden kann und 95 % der verwendeten Materialien recycelbar sind. Dies ist Teil einer langfristigen Strategie zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität in der Region und wird durch politische Unterstützung, unter anderem von Ministerin Dr. Lydia Hüskens und Landrat Henry Graichen, untermauert.

Technische Details und Komfort

Insgesamt werden 75 Mireo-Züge ab Dezember 2026 im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz eingesetzt, davon 41 für die Länderbahn und 34 für die Deutsche Bahn. Die Fahrzeuge bieten bis zu 200 Sitzplätze und verfügen über Mehrzweckbereiche für Fahrräder und Gepäck, kostenloses WLAN, Steckdosen, USB-Anschlüsse sowie ein Echtzeit-Fahrgastinformationssystem.

Die technische Zuverlässigkeit der Mireo-Baureihe liegt über 99 %, und die Höchstgeschwindigkeit der Züge beträgt 160 km/h. Die Wartung der Fahrzeuge wird im Rahmen eines langfristigen Servicevertrags durch Siemens Mobility gewährleistet. Der Auftragswert für den Einsatz der neuen Züge beläuft sich auf rund 500 Millionen Euro und ist damit der größte Einzelauftrag für die Mireo-Plattform, wie eisenbahn.de berichtet.

Die Einführung der neuen Mireo-Flotte zeigt das Bestreben der Betreiber und der politischen Entscheidungsträger, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken und den Umstieg vom Auto auf die Bahn zu fördern. Diese Fortschritte sind auch eine Reaktion auf die steigenden Anforderungen an eine umweltfreundliche Mobilität im urbanen Raum.

Die Mireo-Züge versprechen nicht nur eine Verbesserung des Fahrgastkomforts, sondern auch eine positive Auswirkung auf die Umwelt und die Lebensqualität in der Region. Informationstechnisch wird die Vernetzung der Züge sowohl durch die diversen Ausstattungselemente als auch durch das dynamische Echtzeit-Informationssystem sowohl für die Fahrgäste als auch für die Betreiber deutlich verbessert.