In der Nacht vom 31. August 2025 brach gegen 0:40 Uhr ein verheerender Brand im Kleingartenverein Stünzer Hain in Leipzig aus. Wie Blick berichtet, wurde die Feuerwehr Leipzig alarmiert, als die ersten Flammen aus einer Gartenlaube im Stünz-Mölkauer-Weg sichtbar wurden. Die Feuerwehr hatte jedoch mit erheblichem Widerstand zu kämpfen: Die Wasserversorgung im Gartenverein war nicht ausreichend, was die Brandbekämpfung erheblich erschwerte.

Zusätzlich wurden mehrere Löschfahrzeuge zur Unterstützung angefordert, jedoch ohne den erhofften Erfolg. Trotz der Bemühungen konnte nur schlechter Zugang zur Wasserquelle sowie die beengte Situation im Gartenverein dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Flammen ungehindert wüteten. Die Polizei hat mittlerweile Ermittlungen zur Brandursache eingeleitet. Glücklicherweise gab es keine Verletzten zu beklagen.

Umfang der Schäden

Ein Update am 1. September bestätigte, dass bei dem Feuer zwei Gartenlauben vollständig abbrannten und eine dritte Laube Schadensspuren aufwies. Die MDR berichtet, dass fünf Gärten durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Neben den drei Lauben wurden auch kleine Gewächshäuser sowie mehrere Schuppen zerstört.

Die Kosten für die Beseitigung des Brandschutts sowie die Aufräumarbeiten werden auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Die Höhe der Wiederaufbaukosten wird abhängig von den Inhalten der betroffenen Gärten sein und könnte ähnlich hoch ausfallen. Insgesamt wird der Gesamtschaden auf 70.000 bis 80.000 Euro beziffert.

Verantwortlichkeiten und Ausblick

Ein Teil der betroffenen Parzellen sei bereits beräumt. Es ist zu beachten, dass die Pächter der Gärten verpflichtet sind, die Beräumungskosten selbst zu tragen. Die alten Versicherungsverträge aus DDR-Zeiten bieten lediglich maximal 10.000 Euro als Ersatz, was angesichts der hohen Schäden unzureichend ist. Andreas Bünger, der Vorstandsvorsitzende des Kleingartenvereins, äußerte sich betroffen über die Situation und betonte die Notwendigkeit schnelles Handeln für den Wiederaufbau.

Die Höhe des Schadens und die Brandursache sind noch Gegenstand der Ermittlungen, wobei ein Brandursachenermittler eingesetzt wurde, um Licht ins Dunkel zu bringen. Die Vorfälle in Leipzig werfen ein bedenkliches Licht auf die Sicherheit in Kleingartenanlagen und verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen die Mitglieder stehen.