Am 24. Februar 2026 entdeckte die Polizei in Lichterfelde, einem Ortsteil der Gemeinde Altmärkische Wische, eine umfassende Cannabisplantage in einem teils verlassenen Wohnblock. Der Einsatz, der seit Dienstagmittag im Gange ist, erregte schnell große Aufmerksamkeit in der Region. Die ersten Beamten trafen am Dienstag um die Mittagszeit ein und fanden verdächtig mit Bauschaum verschlossene Kellerfenster, die zur Kontrolle des Gebäudes führten. Die Polizei sicherte innerhalb von mehreren Stunden Spuren und bewachte das Gebäude über Nacht, unterstützt von der Feuerwehr, die den Einsatzort in der Dunkelheit ausleuchtete, um die Ermittlungen zu erleichtern, wie AZ-Online berichtet.

Am Mittwochvormittag setzte die Polizei ihre Arbeit fort. Während die Beamten den Außenbereich absicherten, waren Kriminaltechniker im Inneren des ehemaligen Mehrfamilienhauses aktiv, um Beweise zu sichern. Der Abtransport der sichergestellten Pflanzen und der technischen Ausrüstung war für den Nachmittag geplant. Ein Lastkraftwagen, der für den Abtransport vorgesehen war, blieb jedoch im Wischeboden stecken und musste mit Hilfe eines ortsansässigen Landwirts und Gemeindearbeitern befreit werden. Holzpaletten wurden verwendet, um die aufgefundenen Erzeugnisse zu verstauen. Der Vorfall war nicht der erste in der Region: Bereits im Sommer 2025 war in Lichterfelde eine illegale Hanfplantage entdeckt worden, die bei Löscharbeiten in einem anderen Wohnhaus zufällig gefunden wurde, wie auch MAZ Online schildert.

Ermittlungen und Ausblick

Die Polizeiinspektion Stendal bestätigte den Einsatz, gab jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Informationen zu möglichen Tatverdächtigen oder Festnahmen bekannt. Das Interesse der Bewohner von Lichterfelde, wo etwa 200 Menschen leben, ist groß, und der Vorfall sorgt für rege Spekulationen im Ort. Eine solche illegale Drogenplantage wirft nicht nur Fragen zur Kriminalität, sondern auch zur Sicherheit und Gesundheit der Einwohner auf.

Der Drogenkonsum in Deutschland bleibt laut dem aktuellen Jahresbericht der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) stabil, mit einer Prävalenz von 3,7 % im Jahr 2024 in der erwachsenen Bevölkerung. Diese Statistiken sind besonders relevant, da der Anstieg der Drogentodesfälle 2024 alarmierende 80 % in Fällen mit Mischkonsum betraf. Professor Dr. Hendrik Streeck warnt vor den dynamischen Entwicklungen auf dem Drogenmarkt und hebt die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität hervor, ausgerichtet auf die Bekämpfung der Verbreitung von synthetischen Drogen und Drogenstoffmissbrauch, wie auf Bundesdrogenbeauftragter ausgeführt.

In Anbetracht des Vorfalls in Lichterfelde wird die Polizei auch weiterhin eng mit den örtlichen Behörden und der Bevölkerung zusammenarbeiten, um der Drogenproblematik Herr zu werden und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.