Neues Schöpfwerk in Esack: Starker Schutz gegen Hochwasser!
Neues Schöpfwerk bei Seehausen startet Bauarbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes bis Ende 2026 mit 3,9 Millionen Euro Investition.

Neues Schöpfwerk in Esack: Starker Schutz gegen Hochwasser!
In Seehausen im Landkreis Stendal wird ein neues Schöpfwerk errichtet, das die Sicherheit der Anwohner vor Hochwasser deutlich erhöhen soll. Die Investitionssumme von knapp 3,9 Millionen Euro wird durch Mittel der EU, des Bundes sowie des Landes unterstützt. Stoßpunkt dieses Projekts war der erste Spatenstich, der von Umweltminister Armin Willingmann gesetzt wurde. Die Fertigstellung des Schöpfwerks ist für Ende 2026 geplant, berichtet radiosaw.
Das Hauptziel des Schöpfwerks ist die Regulierung des Wasserstands in den Deichen beim Aland, um die Siedlungen wie Esack und angrenzende Gebiete vor Überflutungen zu schützen. Überschüssiges Wasser soll entweder über Pumpen oder eine Freischleuse abgeleitet werden. Historische Hochwasserereignisse, insbesondere die Jahrhunderthochwasser 2002 und 2013, haben die Notwendigkeit eines solchen Schutzes eindringlich verdeutlicht.AZ-online ergänzt, dass der Neubau Teil der Landes-Hochwasserstrategie „Stabil im Klimawandel“ ist, die insgesamt 195 Einzelmaßnahmen umfasst.
Technische Details und Schutzmaßnahmen
Das Schöpfwerk wird aus zwei vertikal stehenden Rohrgehäusepumpen mit Motor bestehen. Für die technische Umsetzung entsteht ein Gebäude der Maße sieben mal sechs Meter sowie eine rund zwei Meter breite Freischleuse. Eine wichtige Funktion des Schöpfwerks wird die Senkung des Wasserstandes zwischen zwei Aland-Deichen sein, wodurch das Drängewasser in einen unterhalb liegenden Gewässerschlauch gepumpt oder über die Freischleuse abgeleitet wird.
Diese Lösung stellt eine kostengünstigere Alternative zur herkömmlichen Sanierung der Aland-Deiche dar, die oftmals durch DIN-Vorgaben gehemmt wird.
In den letzten Jahren flossen über 1,5 Milliarden Euro in Hochwasserschutzprojekte in Sachsen-Anhalt, wovon 374 Millionen Euro in den Landkreis Stendal investiert wurden. Aktuell werden auch Hochwasserschäden am Aland-Deich zwischen Seehausen und Zollbrücke auf einer Länge von 1,2 Kilometern beseitigt. Zwei weitere Maßnahmen mit 5,4 und 2,2 Kilometern befinden sich in der Umsetzung oder Planung. Diese umfassenden Aktivitäten zeigen das Engagement der Landesregierung für den Hochwasserschutz in der Region.
Mit dem neuen Schöpfwerk wird ein weiterer Schritt in Richtung effektiven Hochwasserschutzes gemacht, der sowohl die Menschen in Esack als auch in umliegenden Gebieten schützen soll. Der Bau wird hoffentlich dazu beitragen, die Schäden durch zukünftige Hochwasserereignisse zu minimieren und ein sicheres Lebensumfeld zu fördern.