Am 17. August 2025 veröffentlichte die Boyens Medien einen Bericht über die aktuelle Kriminalitätsentwicklung in Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts gab es im Jahr 2024 einen Rückgang der registrierten Kriminalität um 1,7 % auf etwa 5,84 Millionen Fälle. Der Rückgang wird hauptsächlich auf die verringerte Zahl von Cannabis-Delikten zurückgeführt, die mit der Teillegalisierung seit dem 1. April 2024 zusammenhängt.

Obwohl die Gesamtzahl der Straftaten gefallen ist, ist die Zunahme von Delikten, die das Sicherheitsgefühl der Bürger beeinträchtigen, bemerkenswert. Die PKS erfasst jedoch nur die bekannt gewordenen und bearbeiteten Straftaten und lässt daher einen Großteil des Kriminalitätsgeschehens (das sogenannte Dunkelfeld) unberücksichtigt. Dunkelfeldstudien zeigen, dass bestimmte Straftaten häufig selten angezeigt werden. Beispielsweise werden Vergewaltigungen seltener zur Anzeige gebracht als Einbrüche.

Häufigste Straftaten 2024

Die häufigsten Delikte im Jahr 2024 waren:

  • Diebstähle
  • Vermögens- und Fälschungsdelikte (insbesondere Betrug)
  • Rohheitsdelikte
  • Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Verbrechen gegen das Leben, wie Mord und Totschlag, machten dabei nur 0,1 % der Fälle aus, während Sexualdelikte 2,2 % der registrierten Straftaten ausmachten. Besonders hoch war die Kriminalitätsrate 2023 in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Zudem zeigen Statistiken, dass in Stadtstaaten wie Berlin, Bremen oder Hamburg die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Verbrechens zu werden, deutlich höher ist.

Entwicklungen in der Strafverfolgung

Die Aufklärungsquote der Straftaten lag 2024 bei 58 %, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Quote bezeichnet das Verhältnis der aufgeklärten zu allen registrierten Fällen. Während die Zahl der Tatverdächtigen zufolge um rund 3 % auf etwa 2,18 Millionen gesunken ist, gab es dennoch einen Anstieg der nichtdeutschen Tatverdächtigen, die 41,8 % ausmachten.

Die Situation der Opfer ist ebenfalls besorgniserregend: Rund 1,33 Millionen Menschen wurden polizeilich als Kriminalitätsopfer registriert, darunter etwa 42.800 Opfer von Sexualstraftaten. In Bezug auf die Gewaltkriminalität wurden 285 Menschen im Jahr 2024 ermordet, was einem Rückgang um 14 Opfer im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Im Vergleich zu den Verurteilungen war 2023 ein Jahr mit etwa 657.000 gerichtlichen Verurteilungen, was einen Anstieg um 1,5 % verzeichnet. Über 82 % der Verurteilten waren Männer. Zudem waren am 31. März 2024 etwa 43.700 Personen in Justizvollzugsanstalten inhaftiert, was einen Rückgang um 1 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Insgesamt verdeutlicht die statistische Entwicklung in der Kriminalität, dass trotz eines Rückgangs in der Gesamtzahl der Straftaten das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Bürger nach wie vor stark beeinträchtigt bleibt. Die Statista bietet vielseitige Einblicke in Trends und Veränderungen der Kriminalität in Deutschland und verdeutlicht die Komplexität der Thematik.