Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin bleibt bis zum 30. April 2026 voll gesperrt, und die aktuelle Witterung hat den geplanten Baufortschritt erheblich behindert. Laut az-online.de sind Frost und Eis die Hauptursachen für die Verzögerungen bei der Generalsanierung. Anwohner der Verbandsgemeinde Seehausen sind gezwungen, auf einen Schienenersatzverkehr zurückzugreifen, da bestimmte Arbeiten seit Ende Dezember 2025 aufgrund von extremen Temperaturen nicht durchgeführt werden konnten.
Der Frost reicht in den Böden bis zu einer Tiefe von 70 Zentimetern, was die Verlegung der benötigten Kabel für Signal- und Stellwerkstechnik stark erschwert. Gerd-Dietrich Bolte von DB InfraGO beschreibt die aktuelle Situation als den stärksten Wintereinbruch seit über 15 Jahren. Dies führte dazu, dass nicht nur die Verlegung von Kabelkanälen stockt, sondern auch Arbeiten an Oberleitungen, Weichenantrieben und Signalanlagen witterungsbedingt nicht ausgeführt werden können.
Geplante Maßnahmen und politische Reaktionen
Um mit den Herausforderungen des Winterwetters umzugehen, plant DB InfraGO, bis zum 13. März ein Konzept zur Inbetriebnahme der Strecke zu erstellen, das auch eine verträgliche Lösung für Reisende und den Güterverkehr beinhalten soll. Kommunalpolitiker in der Prignitz und Altmark haben bereits Unzufriedenheit über die Verzögerungen geäußert. Oliver Hermann, der Bürgermeister von Wittenberge, hebt die Bedeutung der Anbindung im Regional- und Fernverkehr hervor. Rüdiger Kloth, Bürgermeister von Seehausen, kritisiert den Umgang mit den extremen Minusgraden in Deutschland.
Die Generalsanierung der Strecke wird in einem Zeitrahmen von neun Monaten durchgeführt, was dazu dient, zukünftige Bauarbeiten zu minimieren. Die Arbeiten beeinträchtigen jedoch nicht nur den Reiseverkehr: Die 278 Kilometer lange Eisenbahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin hat eine hohe Auslastung, mit durchschnittlich 470 Zügen täglich, und Reisende werden durch umgeleitete Züge sowie Ersatzverkehr an ihr Ziel gebracht. deutschebahn.com berichtet, dass ab dem 23. Februar 2026 Signalgründungen zwischen Hamburg-Allermöhe und Hamburg-Bergedorf durchgeführt werden sollen, während auch Vegetationsarbeiten in Büchen und anderen Orten im Februar 2026 geplant sind.
Die moderne Bau- und Sanierungstechnik wird auch weiterhin bemühen, trotz der widrigen Witterungsbedingungen Fortschritte zu erzielen. Beispielsweise werden die Bauarbeiten an den Lärmschutzwänden zwischen Wohltorf und Aumühle fortgesetzt, während die nächtlichen Bauarbeiten zwischen Nauen und Brieselang angekündigt sind. Die Situation bleibt jedoch angespannt und erfordert ständige Anpassungen an die Wetterbedingungen, so die Einschätzung von manager-magazin.de.