Am Montag, dem 17. Februar 2026, kam es in der Lilienthalstraße im Stadtteil Schönau von Mannheim zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern. Gegen 12:40 Uhr eskalierte ein zunächst verbaler Streit zwischen vier Männern im Alter von 24 bis 48 Jahren in körperliche Aggressionen. Dabei wurde ein 33-Jähriger durch einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe an der Schläfe verletzt. Diese Art von Schussverletzungen ist variabel und hängt von verschiedenen Faktoren wie der Art der Waffe und der Entfernung ab, wie UKE beschreibt.

Nach dem Schuss drohte eine andere Person mit einem Messer. Eine Zeugin, die den Schuss hörte, informierte die Polizei und bemerkte ein weißes Fahrzeug, das sich vom Tatort entfernte. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte waren die Beteiligten nicht mehr vor Ort, konnten jedoch im Rahmen einer Fahndung festgenommen werden. Ein Streifenwagen stoppte das beschriebene weiße Auto, in dem der verletzte 33-Jährige am Steuer saß.

Festnahme und Widerstand gegen die Polizei

Der 33-Jährige stand offensichtlich unter Drogeneinfluss, weigerte sich jedoch, einen Drogentest durchzuführen. Während der Kontrolle verhielt er sich aggressiv, beleidigte die Beamten und spuckte einem Polizisten blutigen Speichel ins Gesicht. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er medizinisch versorgt und einer Blutentnahme unterzogen wurde, bevor er entlassen werden konnte. Die weiteren Ermittlungen gegen ihn umfassen schwerwiegende Vorwürfe, darunter Verkehrsteilnahme unter Drogeneinfluss, Widerstand, tätlicher Angriff gegen Polizeibeamte, Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. Dies könnte für ihn den Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge haben.

Die Auseinandersetzung in Mannheim steht in einem besorgniserregenden Kontext steigender Gewaltkriminalität in Deutschland. Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 stieg die Gewaltkriminalität um 1,5 % auf 217.277 Fälle, was den höchsten Stand seit 2007 markiert. Besonders betroffen sind hier Kinder und Jugendliche. Die Zahl der bei Straftaten Tatverdächtigen ist ebenfalls angestiegen, insbesondere bei nichtdeutschen Tatverdächtigen, die einen Anstieg um 7,5 % verzeichnen.

Relevanz der Statistik

Diese Zahlen spiegeln einen wachsenden Trend zur Gewalt in der Gesellschaft wider. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 29.014 Messerangriffe registriert, worunter 54,3 % in der Gewaltkriminalität fallen. Diese Entwicklung ist alarmierend, da sie eine steigende Gefährdung durch Gewaltkriminalität, insbesondere in Form von Schuss- und Stichverletzungen, aufzeigt. Die dokumentierten Schussverletzungen können unterschiedliche Schweregrade aufweisen und müssen immer sorgfältig behandelt und dokumentiert werden, um langfristige Folgen zu vermeiden, wie die fachliche Literatur des UKE empfiehlt.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall in Mannheim dauern noch an, und es bleibt abzuwarten, welche weiteren Informationen ans Licht kommen und wie die rechtlichen Konsequenzen für die Beteiligten aussehen werden. In der Gesellschaft ist jedoch dringend ein Umdenken notwendig, um die Ursachen von Gewaltkriminalität anzugehen und die öffentliche Sicherheit zu erhöhen.