Am 1. März 2026 fand im Bürgersaal Schönau eine eindrucksvolle Autorenlesung für Schüler des Gymnasiums Schönau und der Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental statt. Der junge Aktivist und Buchautor Jakob Springfeld präsentierte sein Buch „Unter Nazis. Jung, ostdeutsch, gegen Rechts“, das sich mit den Herausforderungen des rechtsextremen Kampfes in Ostdeutschland auseinandersetzt. Die Veranstaltung wurde vom Helferkreis Oberes Wiesental organisiert, dessen Vertreterin, Carolina Bruck-Santos, die Anwesenden herzlich begrüßte und Springsfelds Engagement für Demokratie, Klimaschutz und den Kampf gegen Rechtsextremismus lobte. Laut verlagshaus-jaumann.de wurde Springfeld 2024 mit dem Stromrebellenpreis der Elektrizitätswerke Schönau ausgezeichnet, was seine wichtige Rolle als Stimme gegen Gewalt und Intoleranz unterstreicht.
Die Lesung war mehr als nur eine Buchvorstellung; sie bot einen tiefen Einblick in die persönliche Geschichte des Autors aus Zwickau, einer Stadt, die durch den Terror des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Verruf geraten ist. Springfeld erzählte von seinen Erfahrungen mit Rassismus und Vorurteilen, die er durch persönliche Begegnungen und Freundschaften erkannte. Weiterhin berichtete er von Drohungen und Einschüchterungen, die zu seinem Alltag gehören und betonte die Notwendigkeit, Haltung zu bewahren. Auch in dem Buch „Unter Nazis“ thematisiert Springfeld die Komplexität des Rechtsextremismus und dessen Einfluss auf junge Menschen in Ostdeutschland. Beltz.de hebt hervor, dass das Werk als vielschichtiges Porträt des politischen Aktivismus gegen Rechts gilt und eine Pflichtlektüre für Schulen sein sollte.
Diskussion über Zivilcourage
Im Anschluss an die Lesung erhielten die Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Diskussionsrunde behandelte Themen wie Zivilcourage, politische Bildung und individuelle Verantwortung. Viele Jugendliche äußerten den Wunsch, zu erfahren, wie sie im Schulalltag aktiv gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorgehen können. Diese Interaktion zeigte deutlich, dass die Aneignung von Wissen und die Sensibilisierung für gesellschaftliche Probleme essenziell sind, um entschlossen gegen Rechtsextremismus aufzutreten.
Springfelds Lesung wurde als ergreifend und lehrreich empfunden. Der kritische Blick auf die Vergangenheit, insbesondere die Auseinandersetzung mit der Geschichte des NSU, schockierte viele Zuhörer und regte zu vertiefenden Gesprächen an. Ein weiteres öffentliches Leseevent in der EWS-Kulturhalle am Abend setzte die bedeutende Thematik fort und unterstrich die Wichtigkeit, die Stimme gegen Rechts zu erheben.
Während die Herausforderungen für junge Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, wie Beleidigungen, Hassbekundungen und Gewaltandrohungen in Beltz.de berichtet werden, setzt sich Springfeld mit Mut und Entschlossenheit für eine demokratische und inklusive Gesellschaft ein. Sein Engagement und seine Erfahrungen sind inspirierend und ermutigen weitere junge Menschen, aktiv zu werden und sich für eine bessere Zukunft einzusetzen.