Im Berchtesgadener Land sorgt die Klage des Bundes Naturschutz (BN) gegen den geplanten Startturm an der Kunsteisbahn am Königssee für Diskussionsstoff. Rita Poser, die Kreisvorsitzende des BN, bestätigte, dass die Klage bereits bei einer Versammlung im Gasthaus „An der Schießstätte“ in Berchtesgaden thematisiert wurde.Berchtesgadener Anzeiger berichtet.
Der Anlass für diese rechtlichen Schritte ist der im Dezember 2024 gestartete Wiederaufbau der Kunsteisbahn. Während man den sportlichen Bedürfnissen der Athleten keine juristischen Einwände entgegensetzen wollte, stellt der BN dennoch grundlegende Fragen zur Rechtmäßigkeit der bevorstehenden Baumaßnahme.PNP berichtet.
Hintergrund der Klage
Ein Normenkontrollantrag beim Verwaltungsgericht wurde durch den BN eingereicht, um die Rechtmäßigkeit der zugehörigen Satzung zu klären. Der Gemeinderat von Schönau am Königssee beschloss im Mai den entsprechenden Bebauungsplan, der Raum für die Errichtung des Startturms schafft. Poser kritisierte zudem, dass dem BN teilweise Akteneinsicht verwehrt blieb.PNP erläutert die Details.
Ein möglicher Rückzug der Klage wäre denkbar, wenn der Startturm niedriger gebaut wird, was Bürgermeister Hannes Rasp in den Raum stellte. Er sieht die Klage als Türenöffner für einen Kompromiss, der die Bedürfnisse der Natur und der Sportler in Einklang bringen könnte.Hierzu führt der Berchtesgadener Anzeiger aus.
Die Situation verdeutlicht die bestehenden Spannungen zwischen Umweltschutzinteressen und den Bedürfnissen des Sportbetriebs. Die nächsten Schritte werden nun sowohl für die Verantwortlichen der Kunsteisbahn als auch für den BN entscheidend sein, um zu klären, wie der geplante Bau weiterverfolgt wird und welche Kompromisse eventuell in Betracht gezogen werden können.





