Am 26. August 2025 wurde in der pittoresken Umgebung von St. Bartholomä das Kirchweihfest gefeiert. Die Festmesse wurde von Pfarrer Herwig Hoffmann zelebriert, der alle Teilnehmer herzlich begrüßte. Trotz der feierlichen Atmosphäre war auch ein besonderer Dank an die Wallfahrer angebracht, die am Vortag über das Steinerne Meer gepilgert waren. Unter den Anwesenden befand sich zudem Diakon Hans Schmidt, der als Tourismus-Seelsorger die Veranstaltung unterstützte.
Die Musikkapelle aus Maria Alm trug zur festlichen Stimmung bei, während ein weiterer Gruß auch den Bergknappen galt, die traditionell mit der Region verbunden sind und einen wichtigen Teil der Gemeinschaft darstellen.
Ein düsteres Kapitel der Geschichte
Im Kontext des Kirchweihfestes wird auch an ein tragisches Ereignis erinnert, das sich am 23. August 1688 ereignete. An diesem Tag stiegen über 100 Personen in ein überladenes und untaugliches Schiff, das in der Nähe von Sankt Bartholomä sank. Über 70 Menschen verloren dabei ihr Leben. Wie die Website der Almer Wallfahrt berichtet, hat der Berchtesgadener Heimatkundeverein wichtige Recherchen zu diesem Unglück angestellt. Diese zeigten, dass das Schiff wahrscheinlich am „Reitl“, an einer Stelle mit nur zwei Metern Wassertiefe, gesunken ist.
Alle Opfer stammen aus den umliegenden Orten wie Saalfelden, Maria Alm, Zell am See, Taxenbach, Dienten und St. Georgen. Ihre Identität konnte in den letzten Jahrzehnten geklärt werden, und sie wurden alle in Berchtesgaden beigesetzt. Diese traurige Geschichte führte 1689 dazu, dass für zukünftige Bootsüberfahrten für Wallfahrer sichere Vorkehrungen getroffen werden mussten.
Erinnerung und Gedenken
Die Erinnerung an das Unglück wird nicht nur im Rahmen des Kirchweihfestes wachgehalten, sondern auch durch Medienberichte. So veröffentlichte der Bayerische Rundfunk 2014 einen Fernsehbericht mit dem Titel „Schwierige Wahrheit – Das Fährunglück vom Königssee“, der sich eingehend mit dieser tragischen Geschichte beschäftigte.
Die Verbindung zwischen den Festlichkeiten und der Erinnerung an vergangene Tragödien spiegelt die tiefe Historie und die kulturelle Identität der Region wider. Während die Feiernden in St. Bartholomä ihren Glauben und ihre Gemeinschaft zelebrieren, bleibt das Gedenken an die Opfer von 1688 ein integraler Bestandteil der lokalen Tradition.





