Am heutigen 31. Oktober 2025 wandeln wieder zahlreiche gruselige Gestalten durch die Straßen, denn Halloween wird gefeiert. Diese Tradition, auch bekannt als All Hallows‘ Eve, markiert den Abend vor Allerheiligen, dem ersten Tag des Allhallowtide, der Zeit des Gedenkens an die Toten, einschließlich der Heiligen und Märtyrer. Laut katholisch.de gibt es verschiedene Schutzpatrone, die den Feiernden in dieser Nacht beistehen können.
Unter diesen Patronen ist Ambrosius, der als Patron der Imker und Lebkuchenbäcker bekannt ist. Es wird gesagt, dass er als Baby von Bienen mit Honig gefüttert wurde und später Bischof von Mailand wurde. Daneben gibt es Herveus, der gegen Ängste, Dämonen und Froschplagen schützt, sowie Eligius, Patron der Silber- und Goldschmiede. Josef von Nazaret, bekannt als Zimmermann und Patron der Totengräber, kann bei der Herstellung von Holzpfählen hilfreich sein. Auch Marta von Betanien, die für ihre Gastfreundschaft bekannt war, dürfte bei unerwarteten Gästen von Nutzen sein.
Traditionen und Bräuche
Halloween hat seine Wurzeln in verschiedenen Traditionen, einschließlich keltischer Erntefeste wie Samhain, das den Übergang von der Erntezeit zum Winter markiert. An Samhain, gefeiert in der Nacht vom 31. Oktober bis 1. November, glauben die Menschen, dass die Grenze zwischen Leben und Tod offen ist. Diese Überzeugungen wurden mit der Christianisierung Irlands im späten Mittelalter verbunden, was laut ZDF zur Kombination von Samhain und Allerheiligen führte.
Im 19. Jahrhundert gelangten die Bräuche mit der irischen Auswanderung in die USA, wo sie sich weiter verbreiteten. Heute ist Halloween ein weltweites Ereignis, das durch Trick-or-Treating, Kostümpartys und das Schnitzen von Kürbissen geprägt ist. Diese Kürbisse, auch Jack-o‘-lanterns genannt, haben ihren Ursprung in einer irischen Legende über einen Hufschmied namens Jack.
Wirtschaftliche Aspekte
In Deutschland wird für Halloween ein Umsatz von rund 480 Millionen Euro erwartet, was hauptsächlich auf Deko, Kostüme und Make-up entfällt. Im Jahr 2023 planten jedoch nur 13,5 % der Befragten, Geld für Halloween-Artikel auszugeben. Im Vergleich dazu wurde in den USA ein Umsatz von über 10 Milliarden Dollar prognostiziert, was Halloween zum umsatzstärksten Feiertag nach Weihnachten macht.
Obwohl Halloween heute oft als Fest des Schreckens und der Gruselkultur gefeiert wird, bewahren einige Christen den traditionellen Charakter des Feiertags. Sie gedenken am Abend durch Gebete, Licht und Gemeinschaft der Verstorbenen. Diese alten und neuen Traditionen zeigen, wie vielfältig Halloween als kulturelles Phänomen ist und wie es sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat.






