In der Nacht von Freitag, dem 30. Januar, bis Montagmorgen, dem 2. Februar 2026, kam es zu einem Einbruch in eine Schule in Schönau, die sich in der Straße „Brand“ befindet. Unbekannte Täter verschafften sich Zutritt zum Schulgebäude und versuchten gewaltsam, die Türe zum Lehrerzimmer zu öffnen, was jedoch misslang. Dabei wurden zwei Türen beschädigt, jedoch konnte noch nicht beziffert werden, wie hoch der entstandene Sachschaden ist. Ob obendrein Gegenstände entwendet wurden, bleibt unklar und die Ermittlungen laufen weiterhin. Der Polizeiposten Oberes Wiesental bittet um Hinweise von Zeugen, die am vergangenen Wochenende verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Diese können außerhalb der Bürozeiten beim Polizeirevier in Schopfheim unter der Nummer 07622/666980 eingestellt werden. In ähnlichen Fällen hat sich auch in anderen Bundesländern ein beunruhigender Trend abgezeichnet.

Eine ähnliche Einbruchsserie in Schulen in Bayern zeigt, dass auch dort immer mehr Bildungseinrichtungen Ziel von kriminellen Aktivitäten sind. Beispielsweise gab es einen Einbruch in eine Schule in Treuchtlingen zwischen dem 24. und 27. Oktober 2025. In diesem Fall verschafften sich die Täter Zugang zu den Innenräumen, wo Schränke geöffnet und durchwühlt wurden, wobei ein Sachschaden von etwa 100 Euro und wenige entwendete Gegenstände im niedrigen dreistelligen Bereich verursacht wurden. Die Kriminalpolizei Ansbach hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. Diese Vorfälle verdeutlichen einen alarmierenden Trend in Schulen, der nicht nur im örtlichen, sondern auch im bundesweiten Kontext betrachtet werden muss.

Gewalt an Schulen – Ein besorgniserregender Trend

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt, dass Gewalttaten an Schulen in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Im Jahr 2024 wurden 28.760 Gewalttaten an Schulen erfasst, was einen Anstieg von 37,1 Prozent im Vergleich zu 2022 darstellt. Besonders drastisch ist der Anstieg in Bremen mit 72,6 Prozent, gefolgt von Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Auch Bayern ist betroffen, mit einem Anstieg von 36 Prozent seit 2022 und insgesamt 67 Prozent seit 2018. In diesem Zusammenhang berichten 65 Prozent der Schulleitungen von direkten Übergriffen auf Lehrkräfte. Dies belegt, dass Schulen zunehmend in den Fokus gewalttätiger Handlungen geraten.

Die Gründe für diesen Anstieg sind vielschichtig. Experten sprechen von persönlichen und familiären Faktoren, den Einfluss von Medienkonsum und psychischen Belastungen als wesentliche Ursachen. Auch die sozialen Einschränkungen während der Pandemie haben zur Verschärfung dieser Probleme beigetragen. Viele Lehrkräfte machen zudem einen Mangel an Unterstützung durch Sozialarbeit und Schulpsychologie als ein strukturelles Problem aus. Es ist evident, dass ein umfassendes Handeln notwendig ist, um die Sicherheit in Schulen zu gewährleisten und die Gewaltspirale zu durchbrechen.