Im frühen Abend des 18. August 2025 ereignete sich in einer Wohnung im Stadtteil Reudnitz-Thonberg ein tragisches Verbrechen, das einen Mord zur Folge hatte. Der 42-jährige Angeklagte drang mit mehreren Messern in die Wohnung seiner früheren Lebenspartnerin ein. Der darauf folgende Streit mündete in einen Messerangriff, bei dem die Frau schwer verletzt wurde. Versucht sie, durch ein Fenster zu fliehen, erlag sie später in einer Klinik ihren Verletzungen. Der zuständige Richter wies auf die Schwere des Vorfalls hin, der für die Betroffenen verheerende Folgen hatte. Der Sohn des Paares, gerade einmal 10 Jahre alt, wurde ebenfalls verletzt, überlebte jedoch eine mehrstündige Notoperation. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Tat als geplant und heimtückisch, motiviert durch Missgunst gegenüber der neuen Beziehung der Ex-Partnerin des Angeklagten. Dies berichtet die Webseite Die Sachsen.

Der Angeklagte hingegen bestreitet, dass die Tat geplant gewesen sei. Er beschreibt die Beziehung als wechselhaft und behauptet, aus Sorge um die Frau in die Wohnung gegangen zu sein. Er führte an, dass die Messer, die er mitgeführt habe, aus Gewohnheit dabei waren und der Angriff auf die Frau unbeabsichtigt stattgefunden habe. Berichten zufolge wählte der Angeklagte selbst den Notruf und stellte sich später der Polizei. Während seiner Festnahme wirkte er widersprüchlich und äußerte Reue, was die Verteidigung als Teil seines Bedauerns interpretierte. Die Verhandlung wird am 25. Februar fortgesetzt, wobei ein psychiatrisches Gutachten erwartet wird. Sohn und Angehörige der Getöteten treten als Nebenkläger auf. Eine Entscheidung des Gerichts könnte bereits Anfang April fallen.

Hintergrund der Gewaltkriminalität

Die aktuelle Kriminalstatistik zeigt, dass die Gewaltkriminalität in Deutschland im Jahr 2024 um 1,5 % zugenommen hat, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Besonders bemerkenswert ist der signifikante Anstieg bei Messerangriffen, da im Jahr 2024 erstmals 29.014 solcher Vorfälle erfasst wurden. Über 54 % dieser Angriffe zählen zur Gewaltkriminalität. Tatverdächtige im Zusammenhang mit diesen Delikten sind häufig ältere Jugendliche und junge Erwachsene, was die Sorgen um Kinder und Jugendliche in Verbindung mit psychischen Belastungen und wirtschaftlicher Unsicherheit verstärkt. Die Zahlen stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik, die die registrierten Straftaten erfasst. Genauere Informationen sind auf der Seite des BKA zu finden: BKA.

In der Umgebung des Tatorts wurden zudem zahlreiche Polizeieinsätze verzeichnet, die häufig auf Gewalt und Angriffe zurückgehen. Die Eisenbahnstraße, in der der vorherige tödliche Messerangriff stattfand, ist eine bekannte Gefahrenzone, die als Waffenverbotszone ausgewiesen ist. Gewaltverbrechen sind dort nicht selten, wie etwa eine Massenschlägerei, die im Mai 2024 nach einem Machetenangriff stattfand. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, vor denen die Stadt und ihre Bürger stehen.