Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat positive Neuigkeiten für seine Fans: Cheftrainer Jochen Seitz wird bis zum Sommer 2028 beim Verein bleiben. Der 49-Jährige überzeugte in seiner ersten Saison bei Lok und führte die Mannschaft zum Doublesieg, bestehend aus dem Meistertitel in der Regionalliga Nordost und dem Gewinn des Sachsenpokals. Dennoch blieb der Aufstieg in die 3. Liga verwehrt, nachdem das Team in der Relegation gegen den TSV Havelse scheiterte. Aktuell führt Lok Leipzig jedoch erneut die Tabelle der Regionalliga an, mit fünf Punkten Vorsprung auf den FC Carl Zeiss Jena, was die Chancen auf den Aufstieg erhöht.

Die Vertragsverlängerung wurde am 13. Februar 2026 bekannt gegeben und stellt ein wichtiges Signal für die Kaderplanung der nächsten Saison dar. Laut Sport-Geschäftsführer Toni Wachsmuth zeigt die Entscheidung, Seitz längerfristig an den Verein zu binden, die Ambitionen von Lok Leipzig und die erfolgreiche Zusammenarbeit des Trainers mit dem Klub. Seitz, der zuvor als Spieler bei Schalke 04 Aktive war, äußerte sich erfreut über die Möglichkeit, die Entwicklung des Vereins weiter voranzutreiben und ein positives Arbeitsklima zu fördern. Assistent Nico Wegmann erhielt ebenfalls eine Festanstellung im Trainerteam.

Ambitionen und Aufstiegshürden

Die Ziele des Vereins sind klar: Der Aufstieg in die 3. Liga steht ganz oben auf der Agenda. Doch die aktuellen Aufstiegsregelungen im deutschen Fußball stellen für viele Regionalligisten eine erhebliche Hürde dar. Aus fünf Regionalligen dürfen nur vier Mannschaften in die dritthöchste Liga aufsteigen, und die Meister der Regionalligen Nordost, Bayern und Nord müssen sich in Relegationsspielen beweisen. Diese Regelung, die unter dem Rotationsprinzip leidet, sorgt für viel Unmut unter den Viertligisten und deren Anhängern, da der Erfolg einer gesamten Saison auf nur zwei Spiele reduziert wird. Jochen Seitz hat sich daher bereits für eine Reform ausgesprochen, um den Aufstieg einfacher zu gestalten.

Eine Podiumsdiskussion, die in dieser Woche beim Chemnitzer FC stattfindet, soll die Pläne der klubeigenen Initiative „Aufstiegsreform 2025“ vorstellen. Diese wird von den meisten Vertretern der Regionalliga Nordost unterstützt, mit Ausnahme von Viktoria Berlin. Ziel ist es, den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) zu überzeugen, eine Reform auf dem nächsten DFB-Bundestag im Herbst zu fordern. Somit könnte die künftige Aufsteigermöglichkeit nachhaltiger gestaltet werden, was die Bedeutung des THEMA für Lok Leipzig unterstreicht, das weiterhin von der aktuellen Regelung betroffen ist.

Mit Jochen Seitz an der Spitze hat der 1. FC Lokomotive Leipzig einen Trainer, der nicht nur für Erfolge auf dem Platz steht, sondern auch für eine klare Vision in Bezug auf den Aufstieg und die Weiterentwicklung des Vereins.